Mehr Hilfe in Sicht für von häuslicher Gewalt betroffene Männer

Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung: Nordrhein-Westfalen und Bayern starten eine Initiative zum Aufbau von Hilfe für von häuslicher Gewalt betroffene Männer. Dabei sind drei Säulen in Vorbereitung (siehe dazu die Pressemitteilungen der Länder Bayern und NRW):

1. Aufbau einer Hilfehotline und eines digitalen Beratungsangebots.

2. Aufbau von Schutzwohnungen und Beratungsangebote.

3. Aufklärung, um das Thema „Gewalt gegen Männer“ sichtbar in der Gesellschaft zu platzieren und zu enttabuisieren.

Aus Sicht des Bundesforum Männer ist dies auch eine Aufforderung für andere Bundesländer und den Bund, über alle Parteigrenzen hinweg hier endlich die erforderlichen Hilfestrukturen zu schaffen. Das Bundesforum Männer unterstützt die geplanten Maßnahmen, die eine entsprechende Finanzierung brauchen und über Pilotprojekte hinaus auch in der Fläche den betroffenen Männern Hilfe bieten müssen.

Insgesamt wissen wir aber noch viel zu wenig über die Situation der von häuslicher Gewalt betroffenen Männer und dazu, wieviel Männer tatsächlich betroffen sind. Insofern brauchen wir neben der offiziellen (Hellfeld-) Kriminalstatistik  die lange geforderten Untersuchungen zur Gewaltbetroffenheit von Männern im Bereich der Partnerschaftsgewalt.