Abschlusskongress von movemen – Geschlechterreflektierte Arbeit mit männlichen Geflüchteten

Seit 2016 realisiert das Bundesforum Männer das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Projekt movemen „Flucht, Migration, Integration – Geschlechterreflektierte Arbeit mit männlichen Flüchtlingen“. Ausgangspunkt dieses bundesweiten Projektes war die Tatsache, dass ein Großteil der nach Deutschland flüchtenden Menschen männlich und demnach die Flüchtlingsfrage auch eine Männer- und Gleichstellungsfrage ist. Am 19. Oktober 2018 wurden der Öffentlichkeit die Projektergebnisse und politischen Handlungsempfehlungen im Rahmen eines Fachkongresses präsentiert.

Das Projekt movemen förderte Strukturen und Angebote für junge männliche Geflüchtete zur Bearbeitung von Lebensgeschichten, Grundwerten und Geschlechterfragen. In acht Praxisprojekten konnten bundesweit Impulse gesetzt werden, unter anderem in den Handlungsfeldern Wohnen, Berufsorientierung, Schule und Jugendarbeit, psychosoziale Begleitung und Gesundheit. Für haupt- und ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe wurden Workshops angeboten, die den Blick für Perspektiven, Stärken und Bedarfe von männlichen Geflüchteten schärften.

Parallel zum Fachkongress fand auf dem Pariser Platz beim Brandenburger Tor die Kunstaktion „Räume im Wandel“ mit dem Raumkünstler Felix Stumpf und jungen geflüchteten Männern statt. Unter der Fragestellung „Was kann ich mit meinen Fähigkeiten zur hiesigen Gesellschaft beitragen?“ kamen sie mit Passant_innen ins brückenbauende Gespräch. Die Bühne dafür boten zeltähnliche Konstruktionen, die symbolisch für unterwegs sein, für Rückzug und Begegnung stehen. Die geflüchteten jungen Männer luden Besucher_innen und Passant_innen ein, mit ihnen einen Augenblick zu verweilen und ins Gespräch zu kommen über Lebensgeschichten, Leidenschaften, Sorgen und Ziele. Das Fazit der Aktion: Es ist immer besser miteinander zu sprechen anstatt übereinander.

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