Nachhaltige Männlichkeit fördern

Gesellschaften stehen vor tiefgreifenden Veränderungen. Klimawandel, Digitalisierung, demografischer Wandel, neue Arbeits- und Familienformen sowie die Herausforderungen für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt verändern die Lebensrealitäten von Menschen grundlegend. Diese Entwicklungen betreffen auch Jungen, Männer und Väter – und werfen Fragen danach auf, welche Vorstellungen von Männlichkeit in Zukunft Orientierung geben können.

Neue Perspektiven für eine gleichstellungsorientierte Männerpolitik

Mit dem dreijährigen Projekt „Nachhaltige Männlichkeit fördern“ entwickelt das Bundesforum Männer bis Ende 2026 Perspektiven für eine gleichstellungsorientierte Männerpolitik. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.

Geschlechtergerechtigkeit kann nur gelingen, wenn die Lebenslagen, Bedürfnisse und Potenziale von Jungen, Männern und Vätern mitgedacht werden. Männer sind nicht nur Teil bestehender Probleme, sondern auch Teil ihrer Lösung. Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Transformationsprozesse beleuchtet das Projekt, wie Vorstellungen von Männlichkeit zu Geschlechtergerechtigkeit, Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt beitragen können.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Männlichkeiten gestärkt werden können, die Verantwortung übernehmen, Fürsorge ermöglichen, Vielfalt anerkennen und solidarisches Handeln fördern. Dabei geht es zugleich um die Überwindung jener Männlichkeitsnormen, die mit Gewalt, Ausgrenzung, Gesundheitsrisiken, Demokratiefeindlichkeit oder der Abwertung von Sorgearbeit verbunden sind. Nicht Männlichkeit an sich ist das Problem. Entscheidend ist vielmehr, welche Haltungen, Verhaltensweisen und gesellschaftlichen Erwartungen dazu beitragen, dass Menschen und Umwelt geschädigt werden – oder ob sie zu einem guten Leben für alle beitragen.

Impulse für die Gleichstellungspolitik

Das Bundesforum Männer bringt diese Perspektive in politische Debatten ein, entwickelt Impulse für die Gleichstellungspolitik, stärkt die Männerberatung und fördert den Austausch zwischen Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Praxis. Auf nationaler und internationaler Ebene engagiert sich das Bundesforum Männer in Netzwerken und Kooperationen, die Geschlechtergerechtigkeit, Demokratie und nachhaltige Entwicklung fördern.

Nachhaltige Männlichkeit ist ein Angebot, Männlichkeit neu zu denken: als Beitrag zu Geschlechtergerechtigkeit, Demokratie, Gesundheit und sozialem Zusammenhalt. Sie bietet eine konstruktive Alternative zu einengenden und schädlichen Rollenbildern, ohne festzulegen, wie Männer sein sollen.

VERANSTALTUNGEN

PUBLIKATIONEN UND MEDIEN

Männerberatungsnetz

Das Männerberatungsnetz bündelt Beratungsangebote, die auf Anliegen und Konfliktlagen von Jungen, Männern und Vätern spezialisiert sind. Das Web-Portal ist Teil des BFM Projektes »Nachhaltige Männlichkeit fördern – Toxische Männlichkeit überwinden«. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Beratung für Jungen, Männer und Väter

Männerberatung nimmt Jungen, Männer und Väter mit ihren Anliegen ernst und unterstützt bei der Problemlösung. Das Beratungsanliegen und auch die individuelle Situation des ratsuchenden Mannes stehen im Mittelpunkt. Rollenbilder und Anforderungen, die von der Gesellschaft an Männer gestellt werden, können je nach Beratungsanlass und Beratungsangebot berücksichtigt werden. Männerberatung unterstützt dann dabei, mit diesen Anforderungen umzugehen und daraus resultierende Problemlagen zu bewältigen.

In unserer Beratungslandkarte finden Betroffene und Interessierte eine Übersicht mit Beratungsanbietern in unterschiedlichen Themenfeldern. Durch Filter kann die Suche verfeinern werden. Für Inhalte, die Konzeption, Qualität und Durchführung der Beratungsangebote sind ausschließlich die Anbieter verantwortlich.

Für Fachkräfte

Beratungsangebote, die sensibel auf die spezifischen Anliegen und Problemlagen von Jungen, Männern und Vätern eingehen, haben ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Doch sie sind nicht immer leicht zu finden. Das wollen wir ändern. Beratungsstellen und Beratende mit entsprechenden Angeboten können sich kostenlos ins Männerberatungsnetz eintragen.

Interessiert an einer Weiterbildung? Der Lehrgang «Geschlechterreflektiert mit Jungen, Männern und Vätern arbeiten» legt ein solides Fundament für die psychosoziale Arbeit mit Jungen, Männern und Vätern. Der Lehrgang ist als Basisqualifizierung für Fachleute konzipiert, die sich in ihrer Arbeit mit Jungen, Männern und Vätern weiterentwickeln wollen. Ausgerichtet wird der Lehrgang vom BFM und männer.ch

Mehr Informationen zum Lehrgang

Wir bringen Männerberatung voran

Unser Leitfaden „Männer gut beraten“ zur geschlechterreflektierten und männlichkeitsorientierten Beratung von Männern will dazu ermuntern, die »Geschlechterbrille« aufzusetzen und in Beratungsprozessen sensibel zu sein für die Wirksamkeit von Männlichkeitsbildern und -anforderungen: im Denken, Sprechen und Handeln sowohl der männlichen Klienten als auch in der eigenen Rolle als professionelle Fachkraft.

Einmal jährlich lädt das BFM zum Netzwerktreffen Männerberatung ein. Die Netzwerktreffen bieten Fachkräften eine Plattform für Austausch und geben den Teilnehmer:innen neue Impulse für ihre Arbeit.

VERANSTALTUNGEN

PUBLIKATIONEN UND MEDIEN

Männlichkeit neu denken

Das Projekt „Männlichkeit neu denken – nachhaltige Männlichkeit stärken“ fördert demokratische, gleichstellungsorientierte und vielfältige Männlichkeitsbilder. Mit einer bundesweiten Fachtagung, praxisnahen Materialien und Weiterbildungsangeboten stärkt das Projekt Fachkräfte, Ehrenamtliche und Organisationen darin, junge Männer für Demokratie, Gleichstellung und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gewinnen.

Männlichkeit im Wandel – Herausforderungen unserer Zeit

Viele junge Männer bewegen sich heute zwischen traditionellen und modernen Vorstellungen von Männlichkeit. Während klassische Rollenbilder Orientierung bieten können, werden Anforderungen wie Gleichberechtigung, Vielfalt und emotionale Offenheit häufig als herausfordernd erlebt. Gleichzeitig gewinnen in gesellschaftlichen Krisenzeiten vereinfachende und polarisierende Narrative an Einfluss, die traditionelle Männlichkeitsvorstellungen mit demokratiefeindlichen Positionen verknüpfen.

Organisationen, Fachkräfte und Ehrenamtliche, die mit jungen Männern arbeiten, benötigen deshalb fundiertes Wissen, geeignete Methoden und starke Netzwerke, um konstruktive Perspektiven zu fördern und Polarisierung entgegenzuwirken.

Unser Ansatz

Das Projekt verbindet Forschung, Fachpraxis und ehrenamtliches Engagement, um zeitgemäße und demokratische Männlichkeitsbilder sichtbar zu machen und zu stärken. Im Mittelpunkt steht eine zweitägige bundesweite Fachtagung vom 5.-6. März 2027 in Hannover. In Workshops, Diskussionsforen, Fishbowl-Formaten und Vernetzungsräumen werden aktuelle Herausforderungen diskutiert und konkrete Handlungsansätze entwickelt.

Dabei stehen Fragen im Fokus wie: Wie können junge Männer für Gleichstellung gewonnen werden? Wie lässt sich Online-Radikalisierung begegnen? Und wie können demokratische Werte und Ambiguitätstoleranz gestärkt werden?

Von der Tagung in die Praxis

Die Ergebnisse der Tagung Männlichkeit neu denken. Geschlechter- und Männlichkeitskompetenz stärken: für Ehrenamt und Fachpraxis werden aufbereitet und weitergegeben. Geplant sind eine digitale Dokumentation, praxisorientierte Policy Briefs sowie ein Handlungsleitfaden mit Methoden, Gesprächsformaten, Checklisten und Empfehlungen für die Arbeit mit jungen Männern. Ergänzt wird dies durch Webinare, Train-the-Trainer-Angebote und den Aufbau einer Community of Practice.

So entsteht ein langfristiger Wissenstransfer, der Organisationen und Engagierte dabei unterstützt, demokratische und gleichstellungsorientierte Perspektiven in ihrer täglichen Arbeit zu verankern.

Teilhabe stärken, Vielfalt fördern

Das Projekt richtet sich bewusst auch an junge Männer in unterschiedlichen Lebenslagen – etwa in ländlichen Regionen, mit Migrationsgeschichte oder in sozialen Krisensituationen. Durch gezielte Kooperationen mit Vereinen, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und ehrenamtlichen Strukturen sollen vielfältige Zielgruppen erreicht werden. Reisekostenzuschüsse, ein Awareness-Konzept sowie ein Code of Conduct unterstützen eine möglichst barrierearme und inklusive Teilnahme.

Warum das Projekt besonders ist

Männlichkeit neu denken verbindet auf innovative Weise Gleichstellungspolitik und Demokratieförderung. Das Projekt schafft einen Raum für Austausch zwischen Fachpraxis und Ehrenamt, übersetzt wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Handlungshilfen und sorgt durch seine Transferangebote dafür, dass die Wirkung weit über die eigentliche Veranstaltung hinausreicht. Damit leistet es einen Beitrag zu einer vielfältigen, demokratischen und solidarischen Gesellschaft.

VERANSTALTUNGEN

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Männlichkeit neu denken

Dialogtagung: Männlichkeit neu denken

PUBLIKATIONEN UND MEDIEN

FÖRDERUNG

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EU-Projekt MEN4DEM

Das europäische Forschungsprojekt „MEN4DEM“ ist an der Schnittstelle von Gesellschaft, Kunst und Wissenschaft angesiedelt. Es untersucht gewaltförmige und antidemokratische Männlichkeitsmuster und entwickelt gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, Künstler:innen und Forschenden neue Visionen für inklusive und demokratische Männlichkeitsbilder. Koordiniert wird das Projekt von der Universität Amsterdam; beteiligt sind Akteur:innen aus sieben Ländern.

MEN4DEM – Demokratische Männlichkeiten für Europa

MEN4DEM ist ein innovatives Kooperationsprojekt, das sechs Partneruniversitäten sowie eine Theatergruppe und eine Gender-Justice-Organisation zusammenbringt. Gemeinsam wollen wir Wissen über politische Männlichkeiten gewinnen und Strategien sowie konkrete Werkzeuge entwickeln, um diese für die Zukunft der europäischen Demokratie transformieren zu können. Das Projekt baut auf vielfältigen Kompetenzen und Erfahrungen auf, die die beteiligten Personen einbringen.

Highlights

Anti-demokratische Männlichkeiten herausfordern
Das Projekt untersucht, wie extreme Rechte politische Männlichkeiten prägen und entwickelt evidenzbasierte Interventionen zur Förderung demokratischer Männlichkeitsmodelle.

Ein neues demokratisches Paradigma entwickeln
Ein theoretischer Rahmen, entwickelt aus akademischen und künstlerischen Methoden, beschreibt, was anti-demokratische Männlichkeiten sind und wie demokratische Alternativen gestaltet werden können. Dieser Rahmen wird laufend an neue Forschungsergebnisse angepasst und dient als Leitfaden für Projektaktivitäten.

Sozialisierung und Einfluss extremistischer Netzwerke
Daten aus sechs Ländern zeigen, wie junge Männer offline und online – etwa in der „Manosphere“ – sozialisiert werden, welche Werte sie übernehmen und wie extremistische Inhalte verbreitet werden.

Spillover in die Mainstream-Politik
MEN4DEM untersucht, wie anti-demokratische Männlichkeitsideale in Jugendorganisationen politischer Parteien und durch Influencer in die breite Gesellschaft gelangen und analysiert deren Strategien und Wirkung.

Politische Führung und digitale Verstärkung
Das Projekt analysiert extrem rechte Führungspersönlichkeiten, um zu verstehen, wie (anti-)demokratische Männlichkeitsideale in Parteistrukturen verankert und online/offline verstärkt werden.

Interventionen für demokratische Männlichkeiten

MEN4DEM entwickelt praxisnahe Interventionen, darunter kurze Online-Videos, die junge Männer gegen manipulative Strategien extrem rechter Gruppen sensibilisieren. Theaterbasierte Workshops fördern inklusive und demokratische Männlichkeitsbilder. Ziel ist es, Radikalisierung zu verhindern, alternative Perspektiven auf das Mann-Sein im 21. Jahrhundert zu vermitteln und den Austritt aus extremistischen Gruppen zu erleichtern.

Ergebnisse

MEN4DEM liefert praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Ergebnisse, die neue Einblicke in politische Männlichkeiten und deren Transformation bieten. Die Projektergebnisse reichen von theoretischen Rahmenwerken über empirische Studien bis hin zu konkreten Interventionen, Werkzeugen und künstlerischen Formaten, die demokratische Männlichkeitsbilder fördern und Anti-Demokratie entgegenwirken.

Europäische Kontexte der Sozialisation in (anti-)demokratische Männlichkeiten
Der Bericht untersucht, wie Menschen in (anti)demokratische Geschlechternormen sozialisiert werden und wie verbreitet geschlechtsspezifische Stereotype in Bezug auf Männlichkeit, Autorität innerhalb der Familie und die Beteiligung von Männern an Sorgearbeit in den EU27-Ländern sind.

Best Practices: Demokratische Männlichkeiten
MEN4DEM veröffentlicht einen Bericht zu effektiven Interventionen und untersucht Strategien zur Bekämpfung anti-demokratischer Tendenzen bei Jungen und Männern. Der Bericht enthält konkrete Empfehlungen für Praktiker:innen, Pädagog:innen, politische Entscheidungsträger:innen und Aktivist:innen, um diese Arbeit zu stärken und auf größere Wirkung zu skalieren.

Mehr Informationen

Auf der offiziellen Projektwebseite von MEN4DEM finden Sie weiterführende Informationen zum Projekt, zu Partner:innen, laufenden Aktivitäten und allen Publikationen.

VERANSTALTUNGEN

PUBLIKATIONEN UND MEDIEN

PROJEKTPARTNER

FÖRDERUNG

Kofinanziert von der Europäische Union Logo

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.

Erasmus+ FOSMA

Das Projekt Fostering Sustainable Masculinities stärkt die länderübergreifende Zusammenarbeit deutschsprachiger Männerverbände. Ziel ist es, Qualität, Wirksamkeit und Vernetzung in der Männerarbeit und -beratung nachhaltig zu verbessern.

Nachhaltige Männlichkeiten fördern

Im Projekt Fostering Sustainable Masculinities – Improving Quality, Efficacy and Transnational Cooperation (01.11.2022–31.10.2025) vertieften deutschsprachige Männerverbände ihre Kooperation und Vernetzung. Koordiniert wurde das Projekt vom Bundesforum Männer (Deutschland) in Zusammenarbeit mit Männer.ch (Schweiz), InfoMann (Luxemburg) und dem Dachverband für Männer-, Burschen- und Väterarbeit in Österreich (DMÖ).
Zentraler Bestandteil war der länderübergreifende Fachaustausch, insbesondere zu Fragen der Männerarbeit und -beratung. Dieser Austausch wurde verstetigt und trug dazu bei, institutionelle Vernetzung, Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung über Ländergrenzen hinweg nachhaltig zu fördern.

FOSMA unterstützte

  • die Beurteilung der Wirksamkeit der geschlechter-reflektierten Jungen-, Männer- und Väterarbeit,
  • die Etablierung von Qualitätsstandards der Jungen-, Männer- und Väterarbeit,
  • die Zusammenarbeit und gemeinsamen Wirkung der beteiligten Verbände auf internationaler Ebene.

Highlights

Weiterentwicklung des Lehrgangs für Männerberatung
Der etablierte Lehrgang „Geschlechterreflektiert mit Jungen, Männern und Vätern arbeiten“ wurde inhaltlich weiterentwickelt. Er richtet sich an angehende Fachkräfte aus Pädagogik, Erwachsenenbildung und Beratung, die in der geschlechterreflektierten Jungen-, Männer- und Väterarbeit tätig sind oder sein möchten.
Qualifizierte, reflektierte Fachpersonen sind eine zentrale Voraussetzung, um Männerarbeit und Männerberatung langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln – auch über den deutschsprachigen Raum hinaus.

Internationale und arbeitsweltbezogene Qualifizierungsangebote
Aufbauend auf den bisherigen Erfahrungen wurden Perspektiven für weitere Qualifizierungsangebote im internationalen Kontext sowie in Betrieben und der Arbeitswelt entwickelt. Dieser Prozess wird durch einen kontinuierlichen länderübergreifenden Fachaustausch begleitet.

Öffentlichkeitsarbeit und länderübergreifende Fachveranstaltungen
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf länderübergreifenden Veranstaltungen, die sowohl virtuell als auch vor Ort stattfanden. Höhepunkt war eine große internationale Fachtagung zum Thema „Gleichstellungsorientierte Männerarbeit“, die sich mit Praxisansätzen und deren Weiterentwicklung im internationalen Austausch beschäftigte.
Die Tagung fand im September 2024 in Wien statt und wurde als bundesdeutsches Netzwerktreffen Männerberatung durchgeführt. Dabei wurde Männerberatung als wichtiger Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge besonders hervorgehoben.

Ergebnisse des Projektes

Fachkonferenz Wien
Die Dokumentation der Fachkonferenz in Wien bündelt zentrale Beiträge, Ergebnisse und Impulse und bildet eine fachliche Grundlage für den weiteren europäischen Austausch zur geschlechterreflektierten Männerarbeit.

Gemeinsame Erklärung der Dachverbände
Mit der gemeinsamen Erklärung der deutschsprachigen Dachverbände der Männerarbeit („Männer erreichen, beraten und begleiten“) wurde ein starkes Signal für die strukturelle und politische Anerkennung von Männerarbeit gesetzt und die länderübergreifende Zusammenarbeit gestärkt.

Betriebsbefragung „Männer und Gleichstellung“
Die Dokumentation der Betriebsbefragung stellt zentrale Erkenntnisse und praxisnahe Empfehlungen übersichtlich dar und macht diese einer breiten Fachöffentlichkeit zugänglich.

Publikation „Faktor M“
Die Publikation Faktor M entstand mit fachlicher Expertise aus dem Projekt und in Co-Finanzierung durch das Schweizer Bundesamt für Polizei. Sie beleuchtet den Zusammenhang von Geschlechterreflexion, Prävention und gesellschaftlicher Verantwortung und steht kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Qualifizierung von Fachkräften
In drei Zyklen des Lehrgangs „Geschlechterreflektiert mit Jungen, Männern und Vätern arbeiten“ wurden insgesamt 56 Teilnehmende an jeweils 17 Lehrtagen in die Grundlagen geschlechterreflektierter Praxis eingeführt. Der Lehrgang geht weiter – Anmeldungen sind möglich:

Fachlicher Orientierungsrahmen (Neuauflage)
Im Zuge der Evaluation und Reflexion des Lehrgangs wurde eine erweiterte Neuauflage des fachlichen Orientierungsrahmens erarbeitet. Diese bietet eine systematische Grundlage für die geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen, Männern und Vätern und ist im Open Access verfügbar.

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