Wo engagieren wir uns mit unserer Arbeit? Was sind aktuelle Themen der Gleichstellungspolitik? Was ist aus Sicht einer gleichstellungsorientierten Männerpolitik besonders wichtig?
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Newsletter-Archiv
Mit unserem Newsletter-Archiv behalten Sie den Überblick und finden bereits erschienene Ausgaben zum Nachlesen. Der nächste BFM Newsletter erscheint voraussichtlich am 29. Mai 2026.
Vorbilder spielen eine wichtige Rolle dabei, wie wir auf uns selbst und unsere Möglichkeiten in der Welt blicken. Auch für Jungen und junge Männer sind Menschen, an denen sie sich orientieren können, von großer Bedeutung. Positive männliche Vorbilder können neue Perspektiven bieten und Jungen und Männern mehr Freiheit für die Gestaltung ihres eigenen Lebens ermöglichen. Ein aktueller Anlass, diesem Thema nachzugehen, ist das neue Kinderbuch „30 Real Boys – mutig, gefühlvoll und ganz sie selbst“ von Fikri Anıl Altıntaş und Paul Brodowsky.
im Rahmen der Verbändeanhörung hat das Bundesforum Männer eine Stellungnahme zum Referent:innenentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) für ein Gesetz zur Reform des Kindschaftsrechts (Kindschaftsrechtsmodernisierungsgesetz – KiMoG) abgegeben. Das BFM begrüßt das Ziel der Reform, gemeinsame Elternverantwortung unabhängig vom Familienstand zu stärken, die Rechte von Kindern zu konkretisieren und den Schutz vor häuslicher Gewalt auszubauen.
Über 200 Teilnehmende aus Politik, Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft kamen am 2. Juni 2026 auf Einladung des Bundesforum Männer in Berlin zum Fachtag „GEWALT.MACHT.MÄNNER – Perspektiven für Prävention, Schutz und wirksames Handeln“ zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Gewaltprävention, Gewaltschutz und Männerpolitik stärker zusammengedacht werden können. Auch beim anschließenden politischen Jahresempfang wurde deutlich: Gewalt ist kein Randthema, sondern eine zentrale gesellschaftliche und demokratiepolitische Herausforderung.
Anlässlich des Vatertags am 14. Mai 2026 forderte das Bundesforum Männer (BFM) erneut mehr Zeit für Väter und die Einführung einer bezahlten Vaterschaftsfreistellung unmittelbar nach der Geburt eines Kindes. Die EU-Vereinbarkeitsrichtlinie sieht seit 2019 eine bezahlte zweiwöchige Freistellung von Vätern nach der Geburt als Mindeststandard vor. Deutschland hat die Richtlinie jedoch aufgrund von Ausnahmeregelungen ohne die Freistellung für Väter umgesetzt.
Was passiert, wenn Männer das Gefühl haben, nicht „männlich genug“ zu sein? Eine aktuelle Metastudie bündelt die Erkenntnisse aus mehr als 100 Untersuchungen mit rund 20.000 Teilnehmern. Ihr zentrales Ergebnis ist ebenso klar wie beunruhigend: Das Erleben von „Männlichkeitsbedrohung“ ist ein wirksamer sozialpsychologischer Mechanismus mit messbaren Effekten auf Emotionen, Einstellungen und Verhalten.
Die 70. Sitzung der UN-Frauenrechtskommission (CSW70) vom 9. – 19. März 2026 fand vor dem Hintergrund globaler Krisen, bewaffneter Konflikte und wachsender geopolitischer Spannungen statt. Es wurde deutlich, wie stark Gleichstellungspolitik unter Druck steht und Gegenstand organisierter Gegenbewegungen ist. Zugleich adressierten einige Veranstaltungen diese Entwicklungen ausdrücklich auf und setzten sich mit Strategien gegen den zunehmenden antifeministischen Backlash auseinander.
Am 10. Februar 2026 wurden erste Ergebnisse der lang erwarteten Dunkelfeldstudie LeSuBiA (Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag) veröffentlicht. Mit LeSuBiA liegt nun erstmals eine differenzierte Betrachtung verschiedener Gewaltformen im Geschlechtervergleich vor. Die vorliegenden Daten zeigen geschlechterübergreifend: In Deutschland ist Gewalt ist ein relevantes Phänomen für alle Geschlechter.
Am 10. Januar 2026 hielt Dr. Dag Schölper beim Neujahrsempfang des DGBFrankfurt Rhein-Main eine Keynote. In seinem Beitrag warb er für das Leitbild einer „caring masculinity“, in der Fürsorglichkeit, Verantwortung und Gleichberechtigung selbstverständliche Bestandteile männlicher Identität sind. Gleichstellung ist zwar rechtlich weit vorangekommen, doch reale Ungleichheiten – etwa beim Einkommen oder bei der Sorgearbeit – bestehen weiterhin fort.