Gemeinsamer Appell des Ratschlag Kinderarmut

Berlin | Der Ratschlag Kinderarmut, ein Zusammenschluss aus 51 Akteur:innen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft, fordert ein konsequentes Umdenken der Politik im Kampf gegen die Armut von Kindern und Jugendlichen. Bund, Länder und Kommunen müssen endlich gemeinsam an einem Strang ziehen!

Vom Kooperationsverbot zum Kooperationsgebot!

Ein Aufwachsen in Armut wirkt sich auf die Teilhabe an der Gesellschaft aus und prägt Menschen für ihr gesamtes Leben. Seit Jahrzehnten verharrt die Kinder- und Jugendarmut in unserem reichen Land auf einem viel zu hohen Niveau von 20 Prozent. Die Dauer, die Kinder und Jugendliche in Armut leben, verlängert sich sogar seit Jahren. Vor dem Hintergrund einer Sparpolitik, die auch vor Angeboten für Kinder, Jugendliche und ihre Familien nicht haltmacht, fordert der Ratschlag Kinderarmut ein Umdenken im Zusammenspiel von Bund, Ländern und Kommunen. Nicht die Frage, wer welche Maßnahmen bezahlt, sollte im Vordergrund stehen, sondern die Förderung eines guten Aufwachsens für alle. Dafür braucht es eine Stärkung der Infrastruktur vor Ort. Das wird aber nur funktionieren, wenn Kommunen, Länder und der Bund sich gemeinsam zuständig fühlen und alle Ebenen auch tatsächlich Verantwortung übernehmen.

Die gemeinsame Erklärung des Ratschlag Kinderarmut 2024 „Vom Kooperationsverbot zum Kooperationsgebot!“ finden Sie unten sowie auf der Homepage der Nationalen Armutskonferenz unter www.nationale-armutskonferenz.de/category/kinderarmut/

Diese Erklärung wurde vom Bundesforum Männer und weiteren 50 Akteur:innen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft unterzeichnet.

Verbände wollen mit veralteten Männlichkeitsbildern brechen • Stuttgarter Zeitung

Bericht zum Start der Initiative „Männer gegen Rechts“.

Männer gegen Rechts: Aktiv Demokratie verteidigen • WDR 5 Morgenecho

Interview zum Start der Initiative „Männer gegen Rechts“ mit Klaus Schwerma, stellvertretender Geschäftsführer des BFM.

Koalition geht in die Sommerpause und vergisst die Kinder!

Berlin | Ein Bündnis aus 20 Verbänden und 13 Wissenschaftler:innen ist erschüttert, dass die Bundesregierung sich zu keiner echten Kindergrundsicherung für arme Kinder durchringen kann. 

Seit Monaten hängt der Gesetzentwurf zur Kindergrundsicherung im Bundestag fest. Dabei wurde die ursprüngliche Reformidee in der Koalition sowieso schon gemeinsam auf eine Schmalspurversion heruntergeköchelt. An ausreichenden Leistungshöhen für Kinder fehlt es im aktuellen Gesetzentwurf hingegen weiterhin gänzlich. Die Neuberechnung des sogenannten „kindlichen Existenzminimums“ geht man weiterhin nicht an.

„Während in der Politik die Sommerpause eingeläutet wird und die Mitglieder der Regierung und des Parlaments in den Urlaub gehen, fällt der Urlaub für arme Kinder dieses Jahr mal wieder ins Wasser. Armen Familien fehlt es an Geld für Urlaubsreisen, für Besuche im Freibad oder für eine Kugel Eis. Wir setzen uns dafür ein, dass jedes Kind gut aufwachsen und an der Gemeinschaft teilhaben kann. Die Regierung muss jetzt handeln und endlich eine gute Kindergrundsicherung verabschieden.“

Verena Bentele, Präsidentin des VdK und Sprecherin des Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG

„Unsere Gesellschaft fordert von Männern, dass sie Versorger ihrer Familien sein sollen. Trotz Vollzeitarbeit müssen viele Väter ihren Kindern zu oft sagen: „Nein, das geht leider nicht“. Zur Entlastung von Familien brauchen wir also zweierlei: Ein Umdenken bei verstaubten Rollenbildern und eine echte Kindergrundsicherung. Wir fordern von der Politik ein „Ja, das geht“ – besonders für von Armut betroffene Kinder und ihre Eltern.“

Dr. Dag Schölper, Geschäftsführer des Bundesforum Männer

Das Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG macht sich seit 2009 mit inzwischen 20 Mitgliedsverbänden und 13 wissenschaftlichen Unterstützer:innen für eine echte Kindergrundsicherung stark.

Das Bundesforum Männer ist Mitglied im Bündnis KINDERGRUNDSICHERUNG.

Bundesforum Männer unterzeichnet die Charta der Vielfalt

Berlin | Anlässlich des Deutschen Diversity-Tages am 28. Mai 2024 hat das Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer und Väter (BFM) die Charta der Vielfalt unterzeichnet. Mit diesem Schritt setzt der Verband ein deutliches Signal für die Anerkennung und Förderung von Vielfalt und gegen Diskriminierung.

Die Charta der Vielfalt ist eine Arbeitgebendeninitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Die Initiative wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Reem Alabali-Radovan, unterstützt. Wer die Charta unterzeichnet, bekennt sich unter anderem dazu, ein offenes und diskriminierungsfreies (Arbeits-) umfeld für alle zu schaffen –  unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft.

„Für uns als Bundesforum Männer ist klar: Vielfalt zu bejahen und entschieden gegen Diskriminierungen vorzugehen, ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit und des Anstands. Vielfalt zu leben und unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen, ist auch ein Schlüssel zu Innovation und sozialem Zusammenhalt. Die Unterzeichnung der Charta der Vielfalt nehmen wir zum Anlass, die Auseinandersetzung mit Vielfalt in unserem Verband noch stärker in den Blick zu nehmen. Zugleich setzen wir damit ein klares Zeichen nach außen: Hass und Diskriminierung haben in unserer Gesellschaft keinen Platz!“

Thomas Altgeld, Vorstandsvorsitzender Bundesforum Männer

Vielfalt von Anfang an: Die Gründungsgeschichte des BFM

Die Unterzeichnung der Charta der Vielfalt ist für das Bundesforum Männer ein wichtiger Meilenstein, um das Engagement für Diversity weiter auszubauen und nachhaltige, (selbst-) fürsorgliche Männlichkeit zu fördern. Schon seit der Gründung des Verbands im Jahr 2010 gehört es zu unserem Selbstverständnis, maskulistischen und antidemokratischen Positionen eine klare Absage zu erteilen. Alle Mitglieder haben sich auf einer politischen Plattform unter anderem dazu verpflichtet, vielfältige Lebens- bzw. Männlichkeitsentwürfe zu respektieren und die Solidarität mit allen Geschlechtern als eine Grundlage gleichstellungsorientierter Männerpolitik zu betrachten. Die Plattform war auch die Grundlage für den von der Mitgliederversammlung im Jahr 2019 gefassten Beschluss, jegliche Form der Zusammenarbeit mit der AfD auszuschließen.

Mann, geh lieber in Therapie • der Freitag

Erwähnung des Bundesforum Männer zum Thema Männer-Coaching im Artikel von Fikri Anıl Altıntaş und Josephine Apraku.

Männerbild: Hat der Actionheld ausgedient? • ZDFheute

Dr. Marc Gärtner, Referent für internationale Gleichstellungspolitik im Bundesforum Männer, im ZDFheute-Interview zum Wandel von Männlichkeit.

Nur ein gemeinsamer Elterngeld-Monat: Bringt das die Gleichstellung voran? • Augsburger Allgemeine

Bundesforum Männer Grundsatzreferent Karsten Kassner zur Neuregelung des Elterngeldes ab dem 1. April 2024.

Care-Arbeit, Gleichstellung und der Blick auf Männer • Bundesstiftung Gleichstellung

Dr. Marc Gärtner, Referent für internationale Gleichstellungspolitik im Bundesforum Männer, hat für die Bundesstiftung Gleichstellung wichtige Fakten zum Thema Care-Arbeit, Gleichstellung und den Blick auf Männer zusammengefasst.

Familienstartzeit: Warum das angekündigte Gesetz so wichtig ist • Men’s Health Dad

Bundesforum Männer Grundsatzreferent Karsten Kassner zum Familienstartzeitgesetz und den Vorteilen für Väter und Eltern.