
Vom Schweigen in der ‚Bro Culture‘ hin zur Beziehungsfähigkeit: Perspektiven für die Jungen*arbeit in Hessen
18. November • 15:00 — 19. November • 16:30
Die diesjährige Fachtagung Jungenarbeit Hessen widmet sich dem Zusammenhang von Männlichkeit, Einsamkeit und den Einflüssen sogenannter „Bro Culture“- und Manosphere-Narrative auf Jungen und junge Männer*.
Die „Bro Culture“ verspricht Zugehörigkeit und Solidarität unter Männern, ist jedoch häufig von Dominanz, Wettbewerb und rigiden Männlichkeitsnormen geprägt. Emotionale Offenheit gilt als Schwäche, während Frauen* und LGBTQIA+-Personen oftmals abgewertet werden. Gleichzeitig erleben viele Jungen* und junge Männer* Einsamkeit, Versagensängste und soziale Unsicherheit, ohne darüber sprechen zu können. In digitalen Räumen werden solche Erfahrungen nicht selten von antifeministischen und maskulinistischen Akteuren aufgegriffen und politisiert.
Vor diesem Hintergrund geht die Fachtagung folgenden Fragen nach:
- Wie können Fachkräfte mit Jungen* zu Themen wie Einsamkeit, negativen Gefühlen und Versagensängsten arbeiten?
- Wie lässt sich der Einfluss maskulinistischer Influencer präventiv thematisieren und kritisch bearbeiten?
- Wie können Jungen*gruppen für die Folgen von Ausgrenzung und Isolation sensibilisiert werden?
- Wie können sexistische, antisemitische und rassistische Einstellungen in der pädagogischen Arbeit aufgegriffen und bearbeitet werden?
Die Tagung bietet fachliche Impulse, Raum für Diskussionen und Einblicke in Praxisansätze der Jungenarbeit. Ziel ist es, Strategien zu entwickeln, um Jungen und junge Männer* zu erreichen, ohne dabei in antifeministische oder unreflektiert männersolidarische Muster zu geraten.
Zielgruppe:
Fachkräfte der pädagogischen Arbeit in Schule, Jugendhilfe an Schule, Offener Kinder- und Jugendarbeit, stationären Hilfen sowie Fachkräfte aus Beratung und Bildung.
Anmeldeschluss: 30. September 2026
069/6706-219
fobi@pb-paritaet.de