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Barcamp Men@Work: Männer für Gleichstellung gewinnen

26. Februar 10:30 16:30

Wie kann das Engagement von Männern für Gleichstellung gesteigert werden – in Organisationen, Netzwerken und der Gesellschaft? Mit dieser Leitfrage fand am 25. Februar 2026 in Berlin das erste Barcamp Men@Work statt. Rund 120 Teilnehmende aus Unternehmen, Gleichstellungspraxis, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten darüber, wie Männer zu Verbündeten für Geschlechtergerechtigkeit werden können – und welche Strategien sich in der Praxis bewähren.

Das Barcamp Men@Work wurde von einer Initiative engagierter Personen und Organisationen organisiert, die sich mit der Rolle von Männern bei Gleichstellung im Arbeitskontext auseinandersetzen:

Volker Baisch • Conpadres
Dr. Andrea-Hilla Carl • Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlecht | HWR Berlin
Nenad Čupić • Nenad Čupić Coach & Berater
Dr. Marc Gärtner • Bundesforum Männer
Hans Jablonski • Hans Jablonski Diversity & Inclusion
Lucy jo Fitz • Employers for Equality | Empowerment Space Frauen DETAIL
Dr. Simone Rajilić • EAF Berlin | Diversity in Leadership
Dr. Christian Schade • BASF
Dr. Gabriele Schambach • Universität St. Gallen – Leaders for Equality
Martin Speer • HERR & SPEER

Offenes Format, intensiver Austausch

Das offene Barcamp-Format ermöglichte einen intensiven Austausch: Die Teilnehmenden brachten eigene Themen, Erfahrungen und Fragestellungen ein und entwickelten gemeinsam Ideen für eine zeitgemäße Gleichstellungsarbeit mit Männern.

Im Mittelpunkt standen Fragen nach neuen Rollenbildern, organisationalen Rahmenbedingungen und wirksamen Anspracheformen, um Männer für Gleichstellungsthemen zu gewinnen.

Männer als Verbündete gewinnen

In mehreren Sessions wurde diskutiert, welche Narrative Männer besonders erreichen. Während einige Ansätze stark auf „Male Allyship“ setzen – also auf solidarisches Handeln von Männern für Gleichstellung –, betonten andere Perspektiven die Bedeutung der Lebensrealitäten und Belastungen von Männern.

Deutlich wurde: Erfolgreiche Strategien verbinden beide Sichtweisen. Sie thematisieren sowohl strukturelle Vorteile von Männern als auch die Kosten traditioneller Männlichkeitsnormen – etwa gesundheitliche Risiken, emotionale Restriktionen oder Konflikte zwischen Erwerbsarbeit und Familie.

Ein zentraler Diskussionspunkt war dabei, wie sich Privilegien sichtbar machen lassen, ohne Abwehr zu erzeugen. Viele Teilnehmende plädierten dafür, moralische Appelle zu vermeiden und stattdessen die konkreten Vorteile einer gleichstellungsorientierten Arbeitskultur hervorzuheben – etwa bessere Zusammenarbeit, mehr Vereinbarkeit oder gesündere Arbeitsbedingungen.

Gleichzeitig wurde betont, dass nachhaltige Veränderungen nur entstehen, wenn nicht nur individuelles Verhalten, sondern auch organisationale Strukturen und Entscheidungsprozesse in den Blick genommen werden.

Gleichstellung gemeinsam gestalten

Das Barcamp machte deutlich, dass Gleichstellung besonders wirksam wird, wenn Männer nicht nur als Zielgruppe, sondern als aktive Mitgestalter angesprochen werden. Dazu gehören Räume für Reflexion, Austausch über eigene Erfahrungen und die Möglichkeit, neue Formen von Männlichkeit sichtbar zu machen – etwa partnerschaftliche Sorgearbeit, kooperative Führung oder eine offenere Gesprächskultur.

Die Veranstaltung zeigte zugleich, wie groß das Interesse an neuen Allianzen für Gleichstellung ist. Vertreter:innen aus Unternehmen, Initiativen und Politik tauschten sich über erfolgreiche Praxisbeispiele aus und knüpften neue Kontakte für zukünftige Kooperationen.

Viele Teilnehmende äußerten den Wunsch, den begonnenen Austausch fortzusetzen und weitere Akteur:innen einzubeziehen. Der Kreis der Engagierten hat sich sichtbar erweitert – und die Diskussionen haben deutlich gemacht, dass ein großes Potenzial für Zusammenarbeit besteht.

Daher sind bereits weitere Veranstaltungen geplant – sowohl online als auch in Präsenz –, um den Dialog fortzuführen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam konkrete Schritte für mehr Gleichstellung in Organisationen zu entwickeln.

030 275 811 22

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