
Vorstand des BFM im Gespräch mit Bundesministerin Karin Prien
Zum Jahresauftakt 2026 hat der Vorstand des Bundesforum Männer (BFM) Bundesministerin Karin Prien zu einem fachlichen Austausch im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) getroffen. Das Treffen fand am 12. Januar 2026 in Berlin statt.
Austausch zur Weiterentwicklung einer modernen Männer- und Jungenpolitik
Im Mittelpunkt des Treffens stand die Bedeutung gleichstellungsorientierter Männer- und Jungenpolitik als Teil einer umfassenden Gleichstellungspolitik. Themen waren unter anderem der Ausbau von Beratungsstrukturen für Männer, Gewaltprävention sowie die Frage, wie Jungen und Männer aktiv als eigenständige Akteure erreicht und stärker einbezogen werden können.
Für das BFM nahmen der Vorsitzende Thomas Altgeld und der stellvertretende Vorsitzende Stephan Buttgereit teil; seitens des Ministeriums neben der Bundesministerin auch Katharina Jestaedt, Leiterin der Abteilung Gleichstellung im BMBFSFJ.
Dialog zu Beratung und Unterstützung von Männern
Der Austausch bot Gelegenheit, über die Bedeutung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Jungen, Männer und Väter zu sprechen. Das BFM engagiert sich seit vielen Jahren für den Ausbau einer bedarfsgerechten, geschlechterreflektierten Beratungslandschaft – zunehmend auch mit digitalen Angeboten wie dem Beratungsportal Männerberatungsnetz.de.
Solche Angebote leisten einen wichtigen Beitrag, um Männer in unterschiedlichen Lebenslagen zu erreichen, frühzeitig Unterstützung zugänglich zu machen und das stereotype Muster zu durchbrechen, Männer bräuchten keine Hilfe und könnten alles mit sich selbst ausmachen.
Gewaltprävention als gleichstellungspolitische Aufgabe
Ein zentraler Bereich gleichstellungsorientierter Jungen- und Männerpolitik ist die Gewaltprävention. Denn gewaltpräventive Ansätze sind aus Sicht des BFM eng mit Fragen rund um Männlichkeitsbilder und männliche Sozialisation verbunden und leisten einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Gleichstellungspolitik.
Männer- und Jungenpolitik weiterdenken
Beide Seiten bekräftigten den Wunsch, den Dialog fortzusetzen und die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen. Für das Bundesforum Männer bleibt zentral, dass erfolgreiche Ansätze in der Bildungs- und Beratungsarbeit mit Jungen, Männern und Vätern, in der fachlichen Vernetzung und der gleichstellungsorientierten Männerpolitik langfristig abgesichert und ausgebaut werden. Gerade Jungen und junge Männer sind dabei aktuell in besonderer Weise in den Blick zu nehmen.
Das Gespräch mit Bundesministerin Karin Prien war ein wichtiger Schritt, um die Perspektiven von Jungen, Männern und Vätern sichtbar zu machen und sie als integralen Bestandteil einer modernen Gleichstellungspolitik zu stärken. In diesem Sinne freuen wir uns auf das weitere Jahr 2026.