Männlichkeit neu denken
Das Projekt „Männlichkeit neu denken – nachhaltige Männlichkeit stärken“ fördert demokratische, gleichstellungsorientierte und vielfältige Männlichkeitsbilder. Mit einer bundesweiten Fachtagung, praxisnahen Materialien und Weiterbildungsangeboten stärkt das Projekt Fachkräfte, Ehrenamtliche und Organisationen darin, junge Männer für Demokratie, Gleichstellung und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gewinnen.
Männlichkeit im Wandel – Herausforderungen unserer Zeit
Viele junge Männer bewegen sich heute zwischen traditionellen und modernen Vorstellungen von Männlichkeit. Während klassische Rollenbilder Orientierung bieten können, werden Anforderungen wie Gleichberechtigung, Vielfalt und emotionale Offenheit häufig als herausfordernd erlebt. Gleichzeitig gewinnen in gesellschaftlichen Krisenzeiten vereinfachende und polarisierende Narrative an Einfluss, die traditionelle Männlichkeitsvorstellungen mit demokratiefeindlichen Positionen verknüpfen.
Organisationen, Fachkräfte und Ehrenamtliche, die mit jungen Männern arbeiten, benötigen deshalb fundiertes Wissen, geeignete Methoden und starke Netzwerke, um konstruktive Perspektiven zu fördern und Polarisierung entgegenzuwirken.
Unser Ansatz
Das Projekt verbindet Forschung, Fachpraxis und ehrenamtliches Engagement, um zeitgemäße und demokratische Männlichkeitsbilder sichtbar zu machen und zu stärken. Im Mittelpunkt steht eine zweitägige bundesweite Fachtagung vom 5.-6. März 2027 in Hannover. In Workshops, Diskussionsforen, Fishbowl-Formaten und Vernetzungsräumen werden aktuelle Herausforderungen diskutiert und konkrete Handlungsansätze entwickelt.
Dabei stehen Fragen im Fokus wie: Wie können junge Männer für Gleichstellung gewonnen werden? Wie lässt sich Online-Radikalisierung begegnen? Und wie können demokratische Werte und Ambiguitätstoleranz gestärkt werden?
Von der Tagung in die Praxis
Die Ergebnisse der Tagung Männlichkeit neu denken. Geschlechter- und Männlichkeitskompetenz stärken: für Ehrenamt und Fachpraxis werden aufbereitet und weitergegeben. Geplant sind eine digitale Dokumentation, praxisorientierte Policy Briefs sowie ein Handlungsleitfaden mit Methoden, Gesprächsformaten, Checklisten und Empfehlungen für die Arbeit mit jungen Männern. Ergänzt wird dies durch Webinare, Train-the-Trainer-Angebote und den Aufbau einer Community of Practice.
So entsteht ein langfristiger Wissenstransfer, der Organisationen und Engagierte dabei unterstützt, demokratische und gleichstellungsorientierte Perspektiven in ihrer täglichen Arbeit zu verankern.
Dialogtagung „Männlichkeit neu denken“
Geschlechter- und Männlichkeitskompetenz stärken: für Ehrenamt und Fachpraxis
5.-6. März 2027 im HCC – Hannover Congress Centrum
Welche Vorstellungen von Männlichkeit prägen junge Männer heute – und wie wirken sich diese auf gesellschaftliches Zusammenleben, demokratische Einstellungen und Geschlechterverhältnisse aus?
Die bundesweite Dialogtagung in Hannover vom 5.-6. März 2027 in Hannover bietet Raum für fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen rund um Männlichkeitsbilder, gesellschaftliche Polarisierung und demokratische Kultur.

Teilhabe stärken, Vielfalt fördern
Das Projekt richtet sich bewusst auch an junge Männer in unterschiedlichen Lebenslagen – etwa in ländlichen Regionen, mit Migrationsgeschichte oder in sozialen Krisensituationen. Durch gezielte Kooperationen mit Vereinen, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und ehrenamtlichen Strukturen sollen vielfältige Zielgruppen erreicht werden. Reisekostenzuschüsse, ein Awareness-Konzept sowie ein Code of Conduct unterstützen eine möglichst barrierearme und inklusive Teilnahme.
Warum das Projekt besonders ist
Männlichkeit neu denken verbindet auf innovative Weise Gleichstellungspolitik und Demokratieförderung. Das Projekt schafft einen Raum für Austausch zwischen Fachpraxis und Ehrenamt, übersetzt wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Handlungshilfen und sorgt durch seine Transferangebote dafür, dass die Wirkung weit über die eigentliche Veranstaltung hinausreicht. Damit leistet es einen Beitrag zu einer vielfältigen, demokratischen und solidarischen Gesellschaft.
VERANSTALTUNGEN
PUBLIKATIONEN UND MEDIEN
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