4. Väter mit Migrationshintergrund in Deutschland und ihre Bedarfslagen

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vaeter-kapitel2Darstellung des aktuellen wissenschaftlichen und politischen Diskussionsstands

Die Bedarfslagen von Vätern mit Migrationshintergrund werden in Deutschland bislang in Forschung oder Politik kaum diskutiert und beachtet. Es mangelt an empirischen Erkenntnissen darüber, welche spezifischen Bedarfe Väter mit Migrationshintergrund haben. Der folgende Überblick bündelt daher Aspekte und Zugänge, die zur Ermittlung der Bedarfe von Vätern mit Migrationshintergrund als notwendig erachtet werden und als handlungsleitend verstanden werden sollen.

Die Gruppe der Väter mit Migrationshintergrund ist sehr heterogen. Wer dazu zu zählen ist wird weiter unten ausgeführt (siehe unten „Väter mit Migrationshintergrund: eine Zielgruppe, die keine ist“). An dieser Stelle ist wichtig zu betonen, dass in diesem Beitrag vorrangig von langjährig in Deutschland lebenden Zugewanderten und Migrationsfolgegenerationen die Rede ist. D.h. es geht nicht primär um die Situation von Geflüchteten, die seit Sommer 2015 immer stärker in die mediale und öffentliche Diskussion gerückt ist. Die besonderen Bedarfslagen von geflüchteten Vätern in diesem Zusammenhang wären einer eigenen Darstellung wert. Hier soll es aber um die bereits länger in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund gehen.

Das Beantworten der Frage, welche spezifischen Bedarfe Väter mit Migrationshintergrund haben, ist in der deutschen Migrationsgesellschaft zwingend geboten. Nur dann können diese in fachlichen wie politischen Ansätzen berücksichtigt werden, und ihre Anliegen vertreten werden. Das Vorgehen birgt aber auch Risiken: Einerseits unterscheiden sie sich Väter mit Migrationshintergrund von mehrheitsdeutschen Vätern ohne Migrationshintergrund. Andererseits sollte man Väter mit Migrationshintergrund immer auch als Väter wahrnehmen und behandeln, mit all den für Väter typischen Themen, Werten, Verhaltensweisen und Bedarfen. Nötig ist also eine doppelte Perspektive auf Väter mit Migrationshintergrund nach dem Motto „anders und gleich“. Beide Perspektiven gleichzeitig im Blick zu haben ist eine schwierige Herausforderung, wie der bekannte Ausspruch der afroamerikanischen Aktivistin Pat Parker unterstreicht: „Wenn du mit mir sprichst, vergiss, dass ich eine Schwarze bin. Und vergiss nie, dass ich eine Schwarze bin“ (Parker, zitiert nach Rommelspacher 1995: 100). Der politische Umgang mit Bedarfslagen von Vätern mit Migrationshintergrund muss diese untrennbar miteinander verbundenen Forderungen verwirklichen, Differenzen anerkennen bzw. gestalten, Väter nicht auf Differenzen festlegen bzw. auch bei den Gemeinsamkeiten von Vätern unterschiedlicher Herkunft ansetzen.

Die hier vorgelegte Aufbereitung des wissenschaftlichen und politischen Diskussionsstands gibt Anlass, die Diversität von Vätern in der Migrationsgesellschaft dringend mit hoher Priorität auf die politische Agenda zu setzten. Zuerst wird im Folgenden die Gruppe der Väter mit Migrationshintergrund genauer bestimmt.

„Väter mit Migrationshintergrund“: eine (Ziel-)Gruppe, die keine ist

Die Bevölkerung in Deutschland ist infolge von Globalisierung und weltweiten Migrationsbewegungen geprägt durch den inzwischen großen und weiter steigenden Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund. Zu den Personen mit Migrationshintergrund zählt das Statistische Bundesamt „alle Ausländer und eingebürgerte ehemalige Ausländer, alle nach 1949 als Deutsche auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderte, sowie alle in Deutschland als Deutsche Geborene mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil“ (Destatis 2015: 5).

Im Durchschnitt hat ca. ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland einen Migrationshintergrund, es muss aber beachtet werden, dass der Anteil in Ballungsräumen oder Großstädten mit ca. 30% häufig deutlich darüber liegt: „Nach Angaben des Mikrozensus hatten im Jahr 2014 von den 80,9 Millionen Einwohnern in Deutschland etwa 16,4 Millionen Personen einen Migrationshintergrund (im engeren Sinn), davon sind ca. 9,2 Millionen Deutsche und 7,2 Millionen Ausländer. Der Anteil der Deutschen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung beträgt 11,3%, der Ausländeranteil 8,9%. Insgesamt beläuft sich im Mikrozensus 2014 der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund auf 20,3% an der Gesamtbevölkerung“ (BaMF 2016: 186).Warum lässt sich die Gruppe der mit Migrationshintergrund als eine (Ziel-)Gruppe bezeichnen, die keine ist?

Der Begriff „mit Migrationshintergrund“ ist auch kritisch zu bewerten, weil durch das selbstverständliche Sprechen über Menschen mit und ohne Migrationshintergrund oft pauschalisierende kategoriale Zuschreibungen (re)produziert werden, so dass unzulässigerweise vermeintlich homogene Wir-Gruppenkonstruktionen hervorgebracht oder festgeschrieben werden (können). Die teils übliche Verwendung der Bezeichnung „Menschen mit Migrationshintergrund“ als eindeutig definierte Gruppe ist insofern problematisch, weil so die vielfältigen Unterschiede zwischen Teilgruppen der Menschen mit Migrationshintergrund aus dem Blick geraten können: Zugewanderte mit deutscher Staatsangehörigkeit, Eingebürgerte, (Spät-)Aussiedler, Nicht-Deutsche (Ausländer), Kinder Zugewanderter ohne eigene Migrationserfahrung (Migrationsfolgegenerationen), d.h. Deutsche mit mindestens einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil (mit einseitigem oder beidseitigem Migrationshintergrund). Hinzu kommen vielfältige ethnisch-kulturelle Hintergründe von Herkunftsländern, aus denen Zugewanderte stammen.

Ein innovativer Ansatz, der gleichermaßen die Vielfalt der Menschen mit Migrationshintergrund sowie vorhandene Ähnlichkeiten mit Mehrheitsdeutschen zeigt, sind die Sinus-Studien über Migranten-Milieus. Der Erkenntnisgewinn des Ansatzes der Migranten-Milieus ist es, Milieuzugehörigkeit und ethnisch-kulturelle Herkunft der Zugewanderten zu entkoppeln: Die Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland sind bezüglich ihrer Milieus und sozialen Lagen, ihrer Lebensweisen und Lebensauffassungen eine sehr vielfältige Gruppe. Bedeutsam ist die Erkenntnis, dass auch die soziale Lage gewisse Einflüsse auf die Lebensstile und Alltagskultur der Migranten-Milieus hat. Und: „Menschen des gleichen Milieus mit unterschiedlichem Migrationshintergrund verbindet mehr miteinander als mit dem Rest ihrer Landsleute aus anderen Milieus. Man kann also nicht von der Herkunftskultur auf das Milieu schließen“ (Hervorhebung im Original, Wippermann/Flaig 2009, S. 7). Mit Blick auf ihre Erkenntnisse der Sinus-Studie zu Migrantenmilieus kritisieren Carsten Wippermann und Berthold Bodo Flaig (2009: 10) den Integrationsdiskurs in Deutschland als „allzu stark auf eine Defizitperspektive verengt, so dass Ressourcen an kulturellem Kapitel von Migranten, ihre Anpassungsleistungen und der Stand ihrer Etablierung in der Mitte der Gesellschaft unterschätzt werden.“

Die Sinus Migranten-Milieus wurden auch genderbezogen ausgewertet und lassen die Tendenz erkennen, dass Gleichstellung als Wert in besser gebildeten Migranten-Milieus stärkere Zustimmung findet. Jeweils abhängig von ihrer sozialen Lage sind sich im Vergleich mehrheitsdeutsche Milieus und Migrantenmilieus bzgl. ihrer Einstellungen zur Geschlechterdemokratie ähnlich: Dem Wert Gleichberechtigung stimmen demnach besser Gebildete eher zu als weniger Gebildete. Die zweite Generation der Menschen mit Migrationshintergrund, damit auch die Väter, ist mehrheitlich gleichstellungsorientiert (vgl. Icken 2010).

Zum Verständnis der Vielfalt unterschiedlichster M enschen mit Migrationshintergrund ist das Konzept der sogenannten Intersektionalität wichtig.

Große Heterogenität und die Perspektive Intersektionalität

Einleitend wird kurz die Vielfalt der (Ziel-)Gruppe Väter mit Migrationshintergrund im Rahmen der Perspektive der Mehrfachzugehörigkeit und Intersektionalität vorgestellt: Der Ansatz der Intersektionalität entstand in der Geschlechter- und Frauenforschung und soll Überschneidungen bzw. mehrdimensionale Verflechtungen verschiedener Kategorien sozialer Differenzierung und Benachteiligung wie Geschlecht, Ethnizität, Klasse, Sexualität, Alter, Behinderung/Disability usw. erklären (vgl. Tunҫ 2012).

Beim Väterthema wird jedoch bislang das Potenzial der Perspektive Intersektionalität nicht ausgeschöpft: Martin Verlinden (2004) hat eine sehr umfassende und systematische Darstellung vielfältiger Zielgruppen vorgelegt. Er erstellte eine Liste eindeutig voneinander abgegrenzter Zielgruppen von Väterarbeit wie z.B. werdende Väter, Väter von Jugendlichen, getrennt lebende Väter, „soziale“ Väter von Adoptions-, Stief- und Pflegekindern, Großväter, schwule Väter und Väter mit Migrationshintergrund usw. (Verlinden 2004: 17 f.). Mithilfe der intersektionalen Herangehensweise lassen sich nun vielfache Überschneidungen identifizieren, weil Väter mit Migrationshintergrund auch jeder anderen der genannten Teilzielgruppen angehören können: Ein Vater mit Migrationshintergrund kann sozial privilegiert oder sozial benachteiligt sein, getrennt oder in einer Partnerschaft lebend erziehen, „sozialer“ Vater von Adoptions-, Stief- und Pflegekindern sein, früh oder spät im eigenen Lebenslauf Vater werden usw. Daher muss man migrationsgesellschaftliche Differenzierungen als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe betrachten, weil Väter mit Migrationshintergrund immer eine Teilgruppe in allen denkbaren Zielgruppen im Handlungsfeld Väter bilden und als dort zugehörig angesprochen werden können.

Jede der genannten Teilzielgruppen, auch die der Väter mit Migrationshintergrund, kann dann weiter ausdifferenziert werden durch den Vorschlag von Robert Richter und Martin Verlinden (2000), sogenannte Transitionen in der Lebenslaufperspektive auf Väter innerhalb ihrer Familien in neun Phasen zu berücksichtigen: Schwangerschaft; Geburt; Vertraut werden mit Elternschaft; Übergang des Kindes in Institutionen; Verselbstständigung der Kinder; Wandel in der Erwerbstätigkeit; Trennung und Scheidung; Eingehen neuer Beziehungen; schwere Krankheit, Altern, Pflegebedarf und Tod (vgl. Richter/Verlinden 2000: 11-14).

Bisher, so scheint es, lässt sich der Umgang mit Vielfalt und Diversität in der sich zunehmend professionalisierenden Väterarbeit so kennzeichnen, dass aktuell ein breites Spektrum voneinander abgegrenzter Zielgruppen im Blick ist, zu wenig aber die aus Mehrfachzugehörigkeiten entstehenden Überschneidungen.

Was bedeutet das für die Zielgruppe der Väter mit Migrationshintergrund?

S48Abb-ZielgruppenIn dem sich etablierenden, wachsenden und professionalisierenden Handlungsfeld der Väterarbeit insgesamt muss ein solcher typisierender, personenbezogener Zielgruppenansatz als problematisch überwunden werden, wenn man Zielgruppen diversitätsbewusst und systematisch strukturiert identifizieren möchte, um z.B. bedarfsorientierte Ansätze für spezifische Gruppen wie Väter mit Migrationshintergrund gestalten zu können. Das Modell der Mehrfachzugehörigkeit (vgl. Abb.) und Intersektionalität kann in fachlichen wie politischen Kontexten genutzt werden, um (migrationsgesellschaftliche) Diversität im Handlungsfeld Väter zu analysieren.

Die Gruppe der Väter mit Migrationshintergrund ist jedoch über diese Aspekte der Mehrfachzugehörigkeit hinaus in sich noch weiter ausdifferenziert, wenn man migrationsspezifische sowie natio-ethno-kulturelle Differenzen betrachtet:

Neuzugewanderte: sie haben besondere Unterstützungsbedarfe beim deutschen Spracherwerb und der Integration bzw. Akkulturation, so dass ethnisch-kulturelle Unterschiede (auch im Geschlechterverhältnis und dem Vater-sein) oft eine große Herausforderung sind bzw. sein können.

Flüchtlinge/Asylbewerber/Illegalisierte: ihre Väterthemen werden oft durch drängende Alltagsprobleme der prekären Lebenslagen wie einen unsicheren Aufenthaltsstatus, lange Zeiten der v.a. ausländer- bzw. asylrechtlich bedingten Erwerbslosigkeit sowie Risiken gesellschaftlicher und rassistischer Ausgrenzung usw. überlagert und belastet.

Internationale Heirat bzw. Heiratsmigration als Bestandteil transnationaler Lebensentwürfe, v.a. in den Fällen, wo der Mann/Vater als Erwachsener eingewandert ist: in dieser Paarkonstellation besteht meist ein besonderes Konfliktpotenzial in der Paardynamik, weil oft die Frau in einer stärkeren Position ist, wenn sie z.B. die Sprache, das Land und die Kultur Deutschlands besser kennt, das Geld verdient bzw. mehr als der Mann usw.

Väter in prekären Lebenslagen, Drittstaatler, von Armut betroffene migrantische Väter (teils 2. und 3. Migrantengeneration): einige Väter verfügen über geringe Bildung und sind z.T. durch Arbeitslosigkeit oder schlechte Position auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt. Hier bestehen besondere Handlungs- und Unterstützungsbedarfe.

Gut gebildete Mittelschichtväter mit Migrationshintergrund der 2. und 3. Migrantengeneration: diese Väter sind zwar motiviert und gut ansprechbar. Einerseits werden sie jedoch durch klassische Ansätze der Eltern- und Familienbildung oder -politik zu wenig erreicht, andererseits fühlen sie sich nicht (mehr) bzw. nicht alle von Migrantenselbstorganisationen oder Integrationsanbietern angesprochen.

Väter interethnischer oder oft so genannter binationaler Paare: für sie sind Themen wie Mehrsprachigkeit, Erziehung mit verschiedenen Werten, Kulturen, Religionen ein besonderes relevant. Auch diese Väter haben viele Ressourcen/Chancen aber gelegentlich auch ein spezifisches Konfliktpotenzial, je nach Paarkonstellation, dem Modell der geschlechtlichen Arbeitsteilung (z.B. wenn ein Mann mit Migrationshintergrund nicht oder viel weniger verdient als die Frau usw. – s.o.). Zu dieser Zielgruppe zählen auch weiße, mehrheitsdeutsche Väter, die in Partnerschaft mit einer Frau mit Migrationshintergrund leben.

Nachdem die Heterogenität unter Vätern mit Migrationshintergrund präsentiert wurde, werden im Folgenden Forschungs- und Evaluationsergebnisse thematisiert.

Forschungs- und Evaluationsergebnisse

Internationale Forschung zeigt, dass Vorstellungen von gutem Vatersein stark kulturell geprägt sind und es eine große ethnisch-kulturelle Varianz der Modelle von Väterlichkeit gibt (vgl. Lamm/Keller 2012). Empirische Ergebnisse der Männer- und Väterforschung weisen darauf hin, dass sich auch Väter mit Migrationshintergrund ganz ähnlich wie deutsche Väter ohne Migrationshintergrund auf die vier Typen von Väterlichkeit verteilen, die Rainer Volz und Paul Zulehner empirisch ermittelten: der traditionelle und der moderne Typ, der pragmatische Mischtyp und der suchende Typ (vgl. Volz/Zulehner 2009).

Aus Sicht der Forschung gibt es durchaus Anlass zur Kritik an Einstellungen bzw. Verhaltensweisen traditioneller Männlichkeit/Väterlichkeit einiger Zugewanderter. Denn manche Migranten legitimieren ihre traditionellen Männlichkeitsverständnisse ethnisch-kulturell oder religiös (vgl. Tunҫ 2016), die Geschlechtergerechtigkeit behindern und einer guten kindlichen Entwicklung entgegen stehen. Jedoch belegen inzwischen erste deutsche Studien auch, dass Väter ethnischer Minderheiten bzw. zugewanderte Väter, verglichen mit der Mehrheitsbevölkerung ohne Migrationshintergrund, insgesamt mindestens ähnlich engagierte Väter für ihre Kinder sind und die Entwicklung ihrer Kinder ebenso mehrheitlich positiv beeinflussen: „Kinder aus türkischstämmigen Familien profitieren von engagierten Vätern“ (Leyendecker/Agache 2016). Birgit Leyendecker spricht im Kontext der Forschungsergebnisse bereits davon, dass „zugewanderte Väter eine weitgehend ungenutzte Ressource“ sind (2011: 36). Für die Praxis ist daher eine neue Sichtweise auf die Ressourcen migrantischer Väter und auf migrantische Väter als Ressource geboten.

Migration kann bei Vätern Krisen auslösen, weil kurz nach der Ankunft in Deutschland selten bruchlos die Aufnahme einer Erwerbsarbeit möglich ist. Aber auch statistisch belegte Benachteiligungen in den Bereichen Bildung und Erwerbsarbeit, von der Migranten häufiger betroffen sind (vgl. BMFSFJ 2009), kann für Väter negative Folgen haben. Manuela Westphal ermittelte in ihrer interkulturell vergleichenden Studie über Väter mit und ohne Migrationshintergrund (vgl. Westphal 2000, 2014) vielfältige Umbruchprozesse und Neukonstruktionen bei migrierten wie nicht migrierten Vätern: „Alle Väter definierten ihre Vaterschaft und Erziehungspraxis über die Versorger-/Ernährerrolle hinaus, insofern sie unterstrichen, dass sie sich für ihre Kinder Zeit nehmen wollen und müssen“ (Westphal 2014: S. 194 f.). Es gibt also empirisch klare Anzeichen dafür, dass sich auch zunehmend mehr Väter mit Migrationshintergrund als engagierte Väter sehen und als solche aktiv sind.

Dennoch sind diese positiven Ergebnisse sehr wenig in der medialen und politischen Diskussion präsent, was mit der Dominanz ethnisierender und religionisierender Gender-, Männer- und Väterdiskurse erklärt wird. Insofern ist Kritik an der normativen Aufladung der Bilder vom „guten Vater“ im Mainstream aktueller Väterdiskurse angezeigt, der zumeist dargestellt wird als jung, weiß, im mittleren Alter und der Mittelschicht zugehörig, ohne Migrationshintergrund, ohne Behinderung und heterosexuell (vgl. Tunҫ 2014).

Ergebnisse einer Studie über interkulturelle Väterarbeit in NRW

Das Projekt „Praxisforschung für nachhaltige Entwicklung interkultureller Väterarbeit in NRW“ des Zentrums für Türkei- und Integrationsforschung (vgl. Tunҫ 2015) untersuchte sieben Väterprojekte, die seit 2007 im Facharbeitskreis interkulturelle Väterarbeit in NRW [1] vernetzt sind. Die Praxisevaluation untersuchte im qualitativ-quantitativen Methoden-Mix Sichtweisen der leitenden Väterarbeiter und Erfahrungen der Teilnehmer von Väterangeboten in den befragten Projekten: Die 19 in allen Einrichtungen Mitarbeitenden, die zusammen genommen über Personalressourcen von ca. vier Vollzeitstellen verfügen, erreichten im Jahr 2012 laut Angaben der Projektpartner 712 Väter, davon 221 Teilnehmer in Vätergruppen und 491 Teilnehmer bei Einzelveranstaltungen (Vater-Kind-Spieltreff, -Wochenende, Väterseminare und Ausflüge usw.). Diese große Anzahl erreichter Väter dokumentiert, dass Väter mit Migrationshintergrund erfolgreich erreicht werden.

Eine Motivation zur Entwicklung spezifischer Väterangebote waren Anregungen von Müttern mit Migrationshintergrund, da sich teilweise Veränderungen in der Familie oder für die Entwicklung der Kinder sonst nicht umsetzen lassen würden. Die befragten Experten der Väterprojekte schilderten auch, dass einige Väter sich auf ihre Rolle als Vater unzureichend vorbereitet fühlten, ihnen Wissen dafür fehlte und sie sich Informationen über deutsche Schul-/Bildungssystem bzw. Hilfe bei der Begleitung der Kinder wünschten.

Die untersuchten Teilnehmer der Väterangebote haben verschiedene Migrationshintergründe, sind aber mehrheitlich türkeistämmig. Sie haben vielfältige, auch höhere Bildungsabschlüsse und sind in einem breiten Berufsspektrum vom Facharbeiter bis Akademiker tätig. Diese Väter mit Migrationshintergrund bewerten professionelle Räume des Erfahrungsaustauschs als Erfolg: Auf die Frage danach, wie stark der Nutzen des Erfahrungsaustausches unter Vätern eingeschätzt wird, liegt die Zustimmung für den Erfolg des Erfahrungsaustausches bei 84% (Bewertung als „ziemlich“ und „sehr hoher Nutzen“ von je 42,1%). Zu der für die Evaluation wichtigen Frage der globalen Zufriedenheit äußerten sich 98,3% befragten Väter zufrieden („sehr zufrieden“ 67% und „ziemlich zufrieden“ 30,5%, vgl. Tunҫ 2015: 76 f.).

Ein Prä-Post-Vergleich, bei dem die Motivation der Väter vor ihrer Teilnahme mit ihren Lernerfolge nachher verglichen wurden, zeigt gute Erfolge der befragten Väter: Besonders hohe Zustimmung für Teilnahmemotive/Erfolge im Vergleich vorher/nachher gaben die Befragten an für die Motive „die Entwicklung der Kinder besser fördern“ und „den Erfolg der Kinder im Schul- und Bildungssystem besser fördern“. Starke Veränderungen im Sinne von Lernerfolgen im Vergleich vorher/nachher gaben die befragten Väter an bei den Themen „positiv und gewaltfrei erziehen“ und „über die Rolle als Vater nachdenken“ (vgl. Tunҫ 2015: 67 ff.).

Hervorzuheben ist, dass sich die befragten Väter mit Migrationshintergrund als engagierte und sehr engagierte Väter typisieren ließen. D.h. unter den Teilnehmern der Väterangebote gab es demnach keine wenig engagierten Väter (vgl. Tunҫ 2015: 89 ff.).

Besonders interessant für die Bedarfslagen von Vätern mit Migrationshintergrund sind die Ergebnisse zu Erwartungen an das Kompetenzprofil der Fachkräfte (vgl. Tunҫ 2015: 78 ff.): im statistischen Befragungsteil sollten die Väter Wünsche und Bedürfnisse äußern, die sich nicht auf die konkreten Väterangebote der Einrichtung bezogen, bei der sie Angebote wahrgenommen haben. Stattdessen sollten die Väter ausdrücklich Einschätzungen zu Angeboten für Väter mit Migrationshintergrund im Allgemeinen abgeben, wofür sie ausgewählte Eigenschaften auf einer 5-stufigen Antwort-Skala bewerten konnten. Diese Angaben der Befragten zum gewünschten Kompetenzprofil der Fachkräfte in der Väterarbeit zeigen, dass solche Eigenschaften eine hohe Zustimmung erhielten, die eng mit konkreten Bedürfnissen des praktischen Alltags des Vater-seins der Befragten zusammenhängen: Denn die befragten Väter erwarten von einer guten Fachkraft der Väterarbeit, dass sie sich insbesondere mit Fragen der Erziehung und kindlicher Entwicklung auskennt (4,41), selbst Vater ist und diese Erfahrung einbringt (4,29), Verständnis für die Situation als Vater hat (4,28) und die Väter bzgl. des Erfolg der Kinder im deutschen Schul- und (Aus-)Bildungssystem gut unterstützen kann. Ebenfalls hohe Wichtigkeit hatten Kompetenzen wie „interkulturelle Kompetenz“ (4,32) oder „kann bei Fragen der Integration helfen“ (4,19). Zwar immer noch hoch in der Ausprägung, aber als relativ weniger wichtig bewerteten die befragten Väter demgegenüber personenbezogene Eigenschaften oder Merkmale wie Zugehörigkeit zum männlichen Geschlecht (3,69) oder „hat einen Migrationshintergrund“ (3,63).

Diese Antworten geben Hinweise darauf, dass viele Einrichtungen im Feld praktischer Väterarbeit die Entwicklungen migrationsgesellschaftlicher (meist sogenannter interkultureller) Öffnung und Professionalisierung noch vortreiben müssen. Dieses Ergebnis verweist auf große Bedarfe nach Angeboten der Aus- und Fortbildung.

Als ein zentraler Aspekt, der für den Erfolg von Ansätzen für Väter mit Migrationshintergrund verantwortlich ist, kann die bereits erwähnte Ressourcenorientierung gelten: Kritisiert werden muss die Tendenz der teils stereotypen Betonung von Defiziten statt der Orientierung an Ressourcen, die sich in Teilen der Fachliteratur zum Thema der Eltern und Familien mit Migrationshintergrund findet: in dominanten fachlichen wie politischen Diskursen über Kinder und Kindheit wird Migrantenfamilien kaum die Fähigkeit einer entwicklungsfördernden Erziehung zugetraut (vgl. Westphal 2014: 190).

  • Das Label „Migrationshintergrund“ lässt keinen Rückschluss auf eine homogene Lebenswelt, Eigenschaften oder Einstellungen zu. Die Lebenswirklichkeit von Migranten*innen wird durch die Erfassung der SINUS-Milieus besser erfasst, als allein durch eine ethnisch-kulturelle Herkunft.
  • Migrantische Väter bilden keine homogene Gruppe, sondern unterscheiden sich – wie deutsche Väter auch – je nach Lebenslage und Schichtzugehörigkeit. Dementsprechend sind Bedarfe und Angebote unterschiedlich zu gestalten.
  • Anders als der öffentliche Diskurs suggeriert, finden sich unter migrantischen Vätern verschiedene Konzepte von Väterlichkeit. Das Engagement türkischer Väter ist z.B. mit dem deutscher Väter durchaus vergleichbar und wirkt sich ebenfalls positiv auf die Entwicklung der Kinder aus.
  • Wie eine Auswertung von migrantischen Väterprojekten in NRW zeigt, sind diese Väter durch Angebote sehr wohl erreichbar. Erfolgsfaktor ist dabei vor allem die Orientierung an den Ressourcen anstatt an ethnisch-kulturell zugeschriebenen Defiziten.

Demgegenüber offenbaren die Experten-Interviews mit Professionellen des Facharbeitskreises interkulturelle Väterarbeit in NRW, dass sie durch Ihren konsequenten Ressourcenansatz gegenüber Vätern mit Migrationshintergrund in der Väterarbeit Erfolge erzielen konnten (vgl. Tunҫ 2015: 124-128).

Ableitung männer- bzw. väterpolitischer Positionen, Forderungen und Maßnahmen

Das Bestimmen männer- bzw. väterpolitischer Positionen, Forderungen und Maßnahmen muss verbunden werden mit der Ableitung migrations- bzw. integrationspolitischer sowie rassismuskritischer Forderungen, Maßnahmen und Positionen. Die Herausforderung, den Bedarfslagen von Väter mit Migrationshintergrund in Deutschland gerecht zu werden, erfordert es, die beiden Querschnittsaufgaben der Väterkompetenz und der interkulturellen (migrationsgesellschaftlichen) Kompetenz bzw. Öffnung und Professionalisierung zusammenzubringen.

Für beide Querschnittsthemen, Väter wie Interkulturalität, müssen die inzwischen bekannten Qualitätskriterien der Professionalisierung und Kompetenzentwicklung angewendet werden, die mehrere Ebenen der Personal- und Organisationsentwicklung betreffen: das Leitbild und die Ziele der Organisation, das Personal, die Leitung, die Fort- und Weiterbildung, die Öffentlichkeitsarbeit und die Vernetzung/Kooperation (vgl. für die interkulturelle Öffnung Fischer et al. 2005). Erst, wenn auf diesen Ebenen die Entwicklungsprozesse bezogen auf Väter und Interkulturalität konsequent fortgesetzt und stärker miteinander verflochten werden, kann die begonnene Professionalisierung und Kompetenzentwicklung erfolgreich fortgesetzt werden, durch die mehr interkulturelle Geschlechtergerechtigkeit erreicht werden kann.
Die mitunter schon recht gute – aber sicher noch verbesserungswürdige – Rechtslage, wie beispielsweise das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), bedarf jedoch zur Verwirklichung von Chancengleichheit noch einiger Schritte und Weiterentwicklungen, die auch positive Effekte für Väter mit Migrationshintergrund bringen.

Betont werden muss, dass Zugewanderte und ihre Nachkommen zunehmend mehrfache ethnisch-kulturelle Zugehörigkeiten entwickeln und leben. Anstatt wie so oft lediglich auf Defizite oder Probleme des Lebens mit zwei oder mehreren Kulturen zu sprechen (vgl. Stichworte wie „Zerrissenheit zwischen Kulturen“) sollte man gleichermaßen auf Herausforderungen und Ressourcen schauen: Denn immer mehr Menschen (mit Migrationshintergrund) in Deutschland gestalten stabile mehrfache ethnisch-kulturelle Zugehörigkeiten (vgl. Badawia 2002), fühlen sich zweiheimisch, d.h. zwei oder mehr Heimaten verbunden (vgl. Spohn 2006). Ebenso sollte Mehrsprachigkeit als Normalität und Ressource wahrgenommen und noch gezielter in allen Bildungsinstitutionen gefördert werden, nach dem Motto „vom Störfall zum Glücksfall“ (Tracy 2014). Insofern kann als Bedarf formuliert werden, dass die Gesellschaft auch gegenüber Vätern mit Migrationshintergrund und ihren Familien mehrfache Zugehörigkeiten und Mehrsprachigkeit anerkennen und unterstützen sollte.

Neben weiteren Studien zur Schließung vorhandener Forschungslücken wird eine Doppelstrategie gefordert: es braucht eigene, spezifische Programme und Ansätze für Väter mit Migrationshintergrund sowie gleichzeitig interkulturelle (migrationsgesellschaftliche) Kompetenz, Öffnung und Professionalisierung. Die Weiterentwicklung politischer Rahmenbedingungen und zielgruppenspezifischer Angebote sollte anhand der im Folgenden aufgeführten Maßnahmen erfolgen.

Komplexität der Zielgruppen beachten:

  • Ansätze für/mit Vätern mit Migrationshintergrund müssen differenziert den Einzelfall anschauen (Intersektionalität).
  • Väter müssen immer auch als Männer gesehen werden, d.h. in lebensgeschichtlicher Sicht, um bestimmte Aspekte wie ihre Bildungs- und Arbeitsmarktsituation mit in den Blick zu nehmen, da sie in diesen Bereichen teils strukturelle Benachteiligungen zu bewältigen haben (vgl. BMFSFJ 2009).

Zugänge und Inhalte anpassen:

  • Anteil der männlichen Fachkräfte mit Migrationshintergrund in der Sozial- und Bildungsarbeit steigern, auch in Schulen, Kitas und Care-Berufen.
  • Niedrigschwelligkeit ist ein Grundsatz von Ansätzen für Väter mit Migrationshintergrund, um (sozial) benachteiligte Zielgruppen einschließen zu können.
  • Mithilfe zugehender Ansätze und Investitionen in die mitunter zeitaufwendigen Prozesse des Vertrauens- und Beziehungsaufbaus werden Ansprache und Motivation Teilnehmender verbessert.

Konzept der Einrichtung und Haltungen der Fachkräfte:

  • Ansätze orientieren sich an den Prinzipien Empowerment, Selbsthilfe und Partizipation, um die Bedürfnisse der Betroffenen angemessen aufzugreifen.
  • Ziel der Arbeit sind die Aktivierung von Ressourcen und das Unterstützen der Persönlichkeitsentwicklung.
  • Eine tragende Säule der Ansätze ist eine differenzsensible Grundhaltung von Respekt und Anerkennung gegenüber der Zielgruppe.

Sozialraumorientierung und Vernetzung:

  • Ansätze für Väter mit Migrationshintergrund lassen sich erfolgreich innerhalb eines Stadtteil- oder Gemeinwesenansatzes verankern, bei dem verschiedene Arbeitsformen sozialraumorientierter Sozialer Arbeit mit dem geschlechts- bzw. väterspezifischen Ansatz kombiniert werden (vgl. Barandun 2011).
  • Eine enge Kooperation und Vernetzung mit Migrantenselbstorganisationen bietet die Chance, Ressourcen und Expertise verschiedener Communities der Menschen mit Migrationshintergrund auch für Ansätze im Handlungsfeld Väter fruchtbar zu machen.

Der Aspekt von Selbsthilfe und Empowerment wird betont, weil es als besonders wichtig erachtet wird, dass die Väter mit Migrationshintergrund sich und ihre Bedarfe vermehrt selbst repräsentieren und vertreten können. Angestrebt werden muss, dass sich Ansätze für diese Zielgruppe das Risiko des Paternalismus bzw. von anwaltschaftlicher Stellvertretung bewusst machen und reflektieren, sich ggfs. davon lösen und möglichst viel Verantwortung in die Hände der Betroffenen geben. Die Umsetzung von Empowerment hat auch mit Fragen der Repräsentation zu tun: damit Männer und Väter mit Migrationshintergrund ihre Bedarfe und fachlichen wie politischen Forderungen zunehmend selbst vertreten können, braucht es Strukturen emanzipierter, gleichstellungsorientierter Männer/Väter mit Migrationshintergrund, sozusagen ein starkes Pendant zum Dachverband der Migrantinnenorganisationen, DaMigra e.V. [2], der als Verein seit Sommer 2015 bundesweit 62 Mitgliedsorganisationen vereint. Für erfolgversprechende Entwicklungen in diese Richtung seitens der Männer/Väter mit Migrationshintergrund kann beispielsweise auf das Bundesweite Netzwerk Männlichkeiten, Migration und Mehrfachzugehörigkeiten e.V. [3] verwiesen werden, das sich für rassismuskritische Männerpolitiken einsetzt (vgl. Tunç 2012b).

Die Umsetzung einer Haltung der Ressourcenorientierung erfordert es immer wieder auch, abhängig von beteiligten Personen, der Situation und dem Kontext, (Männlichkeits-) Kritik an einige Väter mit Migrationshintergrund zu richten. Das Motto für die dafür nötige Haltung in Ansätzen für Väter mit Migrationshintergrund kann sich an der Professionalisierung der (interkulturellen) Jungenarbeit orientieren, die Olaf Jantz als Praxis-Postulat formuliert hat: „Es existiert eine produktive Spannung eines ‚Sowohl als auch‘ von so viel Parteilichkeit wie möglich und so viel Antisexismus wie nötig“ (Jantz 2003: 63). Es bedeutet eine große Herausforderung in Ansätzen für Väter mit Migrationshintergrund, in dieser Spannung eine ausgewogene Balance zu finden aus nötiger Kritik an (traditionellen) Männlichkeiten bzw. Väterlichkeiten und einem parteilichen Einsatz für emanzipative Entwicklungen.

Am Schluss der Forderungen und Strategien lässt sich zusammenfassend sagen: Trotz vorhandener Grenzen und Konflikte versuchen zunehmend mehr (auch muslimische) Männer mit Migrationshintergrund Väterlichkeit aktiv zu gestalten, um traditionelle Erziehungskonzepte und Geschlechterverhältnisse zu überwinden, insbesondere zum Wohl ihrer Kinder. Sogar wenn bestimmte Väter mit Migrationshintergrund teils massive Probleme damit haben, die gewünschte förderliche und gewaltfreie Erziehung ihrer Kinder sowie auf mehr Gleichberechtigung zielende Partnerschaften zu verwirklichen, sollte man ihnen Entwicklungen emanzipierter Männlichkeit und engagierte Väterlichkeit zutrauen und sie dabei unterstützen.

Angesichts der Einwanderungsgeschichte Deutschlands und über 60 Jahre seit Beginn der Arbeitsmigration kann es nur als Skandal bewertet werden, dass die Bedarfe von Vätern mit Migrationshintergrund bislang kaum wahrgenommen oder erforscht werden. In der deutschen Migrationsgesellschaft müssen die Bedarfslagen dieser Väter zukünftig dringend differenziert empirisch ermittelt werden, um auf dieser Wissensbasis die Väter in ihrem Engagement fachlich wie politisch stärker als bisher wertzuschätzen und zu unterstützen.


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