Männer und Pflege

70 Prozent der Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause gepflegt, zwei Drittel von ihnen ausschließlich durch Angehörige. Bei einem Drittel leisten ambulante Pflegedienste einen Teil der Versorgung. Schätzungen sagen voraus, dass die Zahl der Pflegebedürftigen von rund 2,65 Millionen in 2015 bis 2020 auf voraussichtlich 2,9 Millionen ansteigen wird.

Geschlechterarrangements wandeln sich. Zunehmend mehr berufstätige Männer stehen in der Verantwortung der Pflege von Angehörigen. Das wird sich zukünftig noch verstärken, je mehr Frauen gleichberechtigt am Erwerbsleben teilnehmen und je stärker sich Familien an der Berufstätigkeit der Väter und Mütter orientieren. Damit werden sich nicht nur die klassischen Rollenaufteilungen in der Verteilung von Familienaufgaben verändern. Auch das Verhältnis einer Vereinbarkeit von Beruf und Care(Sorge)-Tätigkeiten insgesamt wird sich für Männer und Frauen nachhaltig wandeln.

Pflege – ein Vereinbarkeitsthema

Mit steigender Lebenserwartung der Männer und mit wachsendem Anteil an der Gesamtbevölkerung steigen auch deren Betreuungsleistungen in langjährigen Ehen und Partnerschaften. Ein großer Teil der Männer übernimmt Pflege vor allem im Alter ab 75 Jahren – und zwar die ihrer Partner_innen. Aber: Die Zahl der pflegenden Männer in Erwerbsarbeit steigt.

Pflege ist ein Vereinbarkeitsthema.

Der Anteil der häuslich pflegenden Männer hat in den vergangenen Jahren auf mehr als ein Drittel der insgesamt privat Pflegenden zugenommen. Und dies nicht nur mit zunehmendem Alter der Männer: 10 Prozent der pflegenden Männer sind als Erwerbstätige für die Pflege ihrer Eltern verantwortlich. Für sie bedeutet – ähnlich wie beim Thema Vereinbarkeit von Vaterschaft und Beruf – Erwerbsarbeit für Pflege zu unterbrechen den Berufsverlauf zu gefährden und Verdienstausfall zu haben. Diese Situation ist belastend. Pflegende Männer brauchen daher dringend Rahmenbedingungen, die ihnen die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege ermöglichen.

Pflege als selbstverständliches Element männlicher Identität

Dass Männer sich für Pflege ebenso mitverantwortlich fühlen wie für die Erziehung ihrer Kinder, muss gesellschaftlich und politisch anerkannt und klar erwünscht sein. Eine sorgeorientierte Männerpolitik fördert daher das Zusammenwirken von Betroffenen, Politik und Arbeitgebern in Richtung einer gesamtgesellschaftlichen Sorgekultur. Dahinter steht ein neues gesellschaftliches Bewusstsein, welches Sorge- und Pflegetätigkeiten als selbstverständliche Elemente männlicher Identität begreift. Eine generationengerechte Männerpolitik unterstützt die breite Umsetzung des Familienpflegezeitgesetzes. Sie ermutigt gerade auch junge Männer, stärker in Pflegeberufen tätig zu werden.

    Pflege ist ein Vereinbarkeitsthema. Männerpolitik setzt sich ein für

  • eine geschlechtergerechte und lebenslauforientierte Lastenteilung in der Pflege,
  • das Zusammenwirken aller relevanten Akteure für eine gesamtgesellschaftliche Sorgekultur,
  • eine generationengerechte Wahrnehmung der Bedürfnisse pflegender Männer aller Altersgruppen.
  • die Motivierung und Förderung junger Männer für Pflegeberufe.

Unterstützung bei häuslicher Pflege

Männer begegnen der Betreuungssituation eines Pflegefalls im unmittelbaren Beziehungsumfeld, bei Krankheit der Partnerin oder des Partners oder im Falle einer mehrfachen Pflegebedürftigkeit des Kindes meist mit großem Engagement. Für viele sind Liebe und Dankbarkeit Motive dafür, als Pflegende das zurück zu geben, was sie im Laufe ihrer Partnerschaft an Zuwendung und Unterstützung erhalten haben.

Pflege – einschneidende Zäsur im Lebensverlauf

Zweifellos stehen pflegende Frauen unter einem stärkeren gesellschaftlichen Druck als Männer. Ihnen wird immer noch sehr selbstverständlich die Hauptverantwortung für Pflegeaufgaben zugeschrieben. Damit liegen auch psychische und seelische Belastungen aus der Pflegeverantwortung hauptsächlich auf ihren Schultern.

Dennoch dürfen auch die Belastungen pflegender Männer nicht unterschätzt werden. Zwar nehmen Männer frühzeitig professionelle Hilfe, vor allem für körpernahe Pflegeaufgaben in Anspruch und bemühen sich um eine begleitende reibungslose Pflegelogistik. Sie lassen sich ebenfalls frühzeitig in finanzieller oder technischer Hinsicht beraten. Aber: In Fragen eigener seelischen und körperlichen Befindlichkeit nehmen Männer eher selten Hilfe und Unterstützung in Anspruch. Und das in einer Situation von Pflegeverantwortung, die befragte Männer als einschneidende Zäsur in ihrem Leben beschreiben mit Momenten emotionaler Erschütterung, die sie in der Vergewisserung ihres biografischen Lebensverlaufs immer wieder stark erschüttern. Auch sie erleben die Einsamkeit einer Situation, in der eine andere erwachsene Person in ihrer oder seiner ganzen Existenz bedingungslos auf sie angewiesen ist.

Freiräume und Begegnungen mit Gleichgesinnten vor Ort

Männer, die pflegen, brauchen ähnlich wie Frauen Freiräume und Begegnungen mit Gleichgesinnten. Gesprächsgruppen für pflegende Männer vor Ort – zwar immer noch selten – sind deswegen auch sehr erfolgreich. Hier geht es den Teilnehmern vor allem um den praktischen Austausch darüber, wie der Alltag in dieser spezifischen Lebenssituation gut bewältigt werden kann. Und vielfach geht es einfach auch nur darum, gemeinsam zusammenzusitzen, ein Bier oder Kaffee zu trinken oder Sport zu treiben. Hier gibt es jede Menge zu tun für Nachbarschaftshilfen, Kirchengemeinden oder Vereine.

Austausch und Begleitung institutionell verankern

Männerpolitik stärkt männliche Pflegende in ihrem Alltag, indem sie entsprechende Treffpunkte, Gesprächsgruppen und Beratungsstellen institutionell verankert und öffentlichkeitswirksam bewirbt. Mit Blick auf die Anerkennung männlicher Pflegelebenswelten berät sie entsprechend regionale Sozialberatungsstellen der Landkreise, Demenzberatung und regionalen Stellen der Pflegeverbände der CARITAS, DIAKONIE und kirchlichen Angehörigen- und Altenarbeit in der Gestaltung ihrer Angebote für pflegende Angehörige.

  • Pflegeverantwortung ist eine einschneidende Zäsur im Lebensverlauf.
  • Männerpolitik trägt dazu bei, Austausch und Begleitung von pflegenden Männern auf lokaler Ebene institutionell zu verankern.
  • Sie setzt sich dafür ein, dass männliche Pflegelebenswelten in den Angeboten von Sozialberatungsstelle und Pflegeverbänden einen angemessenen Raum erhalten.

Unbeachtet: Pflegende Söhne

„Nicht alle Männer haben Kinder. Aber fast alle haben früher oder später eine Person in ihrem Umfeld, die – kurz- oder langfristig – pflegebedürftig ist.“ (Pfahl et al. 2010: 15) In diesen Fällen erhalten die Regelungen der Pflegeversicherung und des Familienpflegezeitgesetzes eine zentrale Rolle für Angehörige, die die Pflege übernehmen. Sie erhalten für Ihre Arbeit Pflegegeld nach Paragraph 37 Sozialgesetzbuch XI. Das ist die finanzielle Anerkennung oder Aufwandsentschädigung im Rahmen der Pflegeversicherungsleistungen für häusliche Pflege durch nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen. Pflegende Männer betrifft dies vor allem in ihren Rollen als Söhne, Schwiegersöhne oder (Ehe-)Partner.

Pflege kommt schrittweise

Söhne schlittern ebenso wie Töchter zumeist unvorbereitet und ohne Wahlmöglichkeiten in die Pflege. Meistens ist im Vorfeld nie über eine solche Situation gesprochen worden. Auch in Situationen, wo Töchter und Schwiegertöchter existieren, übernehmen Söhne Pflege. Im familiären Bereich teilen sie sich die Pflegetätigkeit mit der Ehefrau oder nehmen die Pflege alleine auf sich.

Männer pflegen nicht nur dann, wenn kein anderer verfügbar ist. Vielmehr übernehmen sie Pflegeaufgaben meist schrittweise und werden durch eine akute Verschlechterung der gesundheitlichen Lage der zu pflegenden Person unerwartet mit mehr Verantwortung überrascht. Es bleibt kaum Zeit zum Nachdenken und Abwägen von Alternativen. Einige nehmen selbstverständlich Unterstützung und Tipps an, nutzen bewusste Entlastungsmöglichkeiten, um die eigene psychische und physische Gesundheit zu erhalten. Viele jedoch geben Schwierigkeiten, Schwächen und Hilfebedarf deutlich verhaltener zu.

Stressquellen in der Pflege

Die Stressquellen pflegender Söhne sind identisch mit denjenigen von pflegenden Töchtern. Es sind stets Gefühle der Gebundenheit und Isolation, Exklusion und Desintegration, das Empfinden, beruflich und gesellschaftlich „weg vom Fenster“ zu sein, die Kraft kosten. Oft fehlen soziale Kontakte und Austauschmöglichkeiten. Finanzielle und formale Arrangements, berufliche Anforderungen, die mit Pflege vereinbart werden müssen, Umgang mit Alter, Krankheit und Tod sowie die Qualität der Beziehung zwischen Sohn und Elternteil verstärken die Belastung.

Gegenwartsbezüge halten und lösungsorientiert schauen

An erster Stelle der Pflege steht oftmals Dankbarkeit darüber, dem pflegebedürftigen Elternteil etwas zurückgeben zu können. Pflege ermöglicht aber auch neue Erfahrungen und Chancen, bisher unbekannte Persönlichkeitsanteile bei sich selbst und beim pflegebedürftigen Elternteil zu entdecken, persönlich zu wachsen und reifer zu werden. Um dies zu stabilisieren, brauchen pflegende Söhne und Schwiegersöhne einen stabilen Bezug zur Gegenwart, ein Leben im Hier-und-Jetzt, in welchem Problemen und Herausforderungen lösungsorientiert begegnet werden kann.

Männerpolitik hat darin die Aufgabe, professionelle Institutionen, Einrichtungen und Verbände dafür zu sensibilisieren, auch die Gruppe der pflegenden Söhne in den Blick zu nehmen. Sie setzt sich dafür ein, dass die Stärken und Chancen männlicher Pflege gesellschaftlich wahrgenommen und anerkannt werden. Sie unterstützt die Einrichtung von Angehörigen- und Selbsthilfegruppen für Männer, die Austausch und Kommunikation fördern sowie Information und Weiterbildung zu Pflege bieten. Männerpolitik erhöht in ihrer Öffentlichkeitsarbeit die Werbung für Angebote, die auch die Bedürfnisse pflegender Söhne ansprechen. Das können Aktionstage oder Unterstützungs- und Entlastungsangebote für Männer beispielsweise durch kirchliche und soziale Träger sein.

  • Pflegeverantwortung kommt vielfach schrittweise.
  • Männerpolitik setzt sich für die größere gesellschaftliche Anerkennung von Männern in der Pflege ein.
  • Sie sensibilisiert und unterstützt professionelle Institutionen, Einrichtungen und Verbände im Bereich der Pflegedienstleistungen und betreibt Öffentlichkeitsarbeit für Begleit-, Beratungs- und Weiterbildungsangebote für pflegende Männer

Familienpflegezeit

Ob Kindererziehung oder Pflege: Soziale Fürsorge braucht Zeit. Die steht leider oft in Konkurrenz zur Erwerbsarbeit. Derzeit schränkt fast die Hälfte der pflegenden Personen, die zu Beginn einer Pflegesituation erwerbstätig sind, ihre Berufstätigkeit – meist unfreiwillig – ein.
Seit Januar 2015 ist das Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf in Kraft. Es novelliert das Familienzeitgesetz aus dem Jahre 2012.

Familienpflegezeitgesetz seit 2012

Seit 2012 gilt darüber hinaus das Familienpflegezeitgesetz (FPfzG), welches Arbeitszeitreduktionen mittels staatlicher Darlehen bis zu zwei Jahren finanziell abpuffert. Es soll eine befristete Arbeitszeitreduzierung aufgrund von Pflegeverpflichtungen eines nahen Angehörigen erleichtern. In dieser Pflegephase werden 50 Prozent des Beitrags, um den die Arbeitszeit und damit der Arbeitslohn reduziert werden, für zwei Jahre weiterhin an den oder die Arbeitnehmer_ innen ausgezahlt.

    Leistungen nach dem Familienpflegezeitgesetz ab 1. Januar 2015

  • Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatzleistung bei kurzzeitiger Arbeitsverhinderung bis zu zehn Arbeitstagen. Es wird bei der Pflegeversicherung des pflegebedürftigen nahen Angehörigen beantragt und von der Pflegekasse oder dem Versicherungsunternehmen des pflegebedürftigen Angehörigen gewährt.
    Zinsloses Darlehen des Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgabe für eine Freistellung bis zu sechs Monaten.
  • Zinsloses Darlehen des Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgabe für teilweise Freistellung bis zu 24 Monate, um die Arbeitszeit auf bis zu 15 Stunden pro Woche zu reduzieren. Obligatorisch ist eine Mindestarbeitszeit von 15 Wochenstunden.
  • Die zinslosen Darlehen müssen nach dem Ende der jeweiligen Familienpflegezeit in Raten zurückgezahlt werden.
  • Rechtsansprüche

  • Die Möglichkeit einer bis zu zehntägigen Phase der Arbeitsverhinderung mit Pflegeunterstützungsgeld ist für alle Arbeitgeber verpflichtend ist.
  • Es besteht kein Rechtsanspruch für eine vollständige oder teilweise Freistellung von bis zu sechs Monaten gegenüber Arbeitgebern mit 15 oder weniger Beschäftigten.
  • Es besteht kein Rechtsanspruch für die teilweise Freistellung bis zu 24 Monate mit Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf Minimum 15 Stunden gegenüber Arbeitgebern mit 25 oder weniger Beschäftigten. Ausgenommen sind die zur Berufsausbildung Beschäftigten.

 


Pflege ist keine Privatsache!

Trotz der gesetzlichen Anerkennung ist Pflege immer noch stark Privatsache. Während in der Familie Kinder zunehmend selbständig werden und entsprechend immer weniger Fürsorge brauchen, werden Ältere und Kranke zunehmend bedürftig. Die andauernde Mehrfachbelastung durch Beruf, Familie und Pflege werden strukturell hingenommen.

Die Erfahrung, allmählich durch die Vielzahl der Aufgaben an Leistungsfähigkeit und Lebensqualität zu verlieren sowie das Gefühl, der Vielzahl an Aufgaben nicht gerecht werden zu können, führt nicht selten in die Depression. In ihrem Positionspapier zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege verweist die Interessensvertretung begleitender Angehöriger und Freunde in Deutschland e.V. – Wir pflegen – auf Studien hin, die die körperliche, emotionale und finanzielle Belastung der Pflegenden dokumentieren. Demnach leiden 17 Prozent der pflegenden Angehörigen an Depressionen. Bei Angehörigen von Demenzerkrankten sind es sogar bis zu 35 Prozent.

In Organisationskulturen eingebettete Strategien speziell zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege gibt es bisher wenig. Die Wirtschaft ist vom Gesetzgeber weitestgehend aus der finanziellen Verantwortung entlassen. Die sozialen Folgen im Hinblick auf mangelnde Anschlussfähigkeit von Beruf und Altersvorsorge für pflegende Angehörige sind gesellschaftlich inakzeptabel. Pflege darf keine alleinige Privatsache sein. Sie stellt vielmehr eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar, der sich Politik, Wirtschaft und Betroffene gemeinsam zu stellen haben.

Wege zu einer pflegesensiblen Unternehmenskultur

Unternehmen, die sich schon aktiv mit dem Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf beschäftigen, haben bereits gute Möglichkeiten, diese Erfahrungen in das Thema Pflege und Beruf zu übertragen. Sie haben die Chance, pflegenden Mitarbeiter_innen frühzeitig zu Beginn ihrer Pflegeverantwortung Beratung über Hilfs- und Entlastungsmöglichkeiten, professionelle Unterstützungssysteme in der Pflege sowie kundige Begleitung durch Expert_innen anzubieten.

In diesem Sinne setzt sich Männerpolitik für eine größere gesellschaftliche Anerkennung privater Angehörigenpflege von Männern sowie insgesamt für eine pflegesensible Unternehmenskultur ein. Sie fordert Politik, Interessens- und Sozialverbände sowie Leistungsträger dazu auf, der Pflege eines oder einer Angehörigen den gleichen gesellschaftlichen Stellenwert zu geben wie der Betreuung eines Kindes. Zur existentiellen Absicherung pflegender Angehöriger fordert Männerpolitik die Leistungsträger auf, Pflegezeiten bei Rentenansprüchen anzurechnen. Geschäftsleitungen müssen explizit die Situation pflegender männlicher Betriebsangehöriger anerkennen. In diesem Sinne setzt sich Männerpolitik dafür ein, Männer in zweifacher Hinsicht stärker in politische Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege einzubinden:

  1. Die Bedingungen, unter denen Männer Angehörige pflegen können, werden durch entsprechende Begleit-, Beratungs- und Trainingsangebote zu "Pflege" verbessert.
  2. Pflegetätigkeiten, die Mitarbeiter bereits leisten, werden aktiv strukturell unterstützt und innerhalb der Belegschaft sichtbar gemacht, um bestehende Geschlechterstereotype innerhalb des Unternehmens abzubauen.
  • Pflege ist keine Privatsache, sondern eine Aufgabe für alle gesellschaftlichen Akteure.
  • Männerpolitik fordert Politik, Interessens- und Sozialverbände sowie Leistungsträger dazu auf, Angehörigenpflege ebenso anzuerkennen wie Kinderbetreuung.
  • Im Sinne einer pflegesensiblen Unternehmenskultur motiviert sie Unternehmen, pflegende Männer innerhalb der Belegschaft sichtbar zu machen und sie organisatorisch zu unterstützen.

  • Wege zur Pflege, Informationsportal des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, http://www.wege-zur-pflege.de/neu-seit-112015.html [Letzter Zugriff 2015-03-26]
  • Amiravita (2012): Pflege-Studie zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Online im Internet: http://www.amiravita.de/ergebnisse-der-amiravita-pflege-studie-zur-vereinbarkeit-von-pflege-und-beruf [Letzter Zugriff 2015-02-19]
  • Betz, Detlef (2012): Männer pflegen anders – Treffpunkt für Männer in der Angehörigenpflege: Ein Projektbericht. In: Informationsdienst Altersfragen 39 (4), S. 23-25
  • Die VERBRAUCHER INITIATIVE, Themenheft Pflege, Berlin 2013
  • Faust, Volker: Wer pflegt wen? Psychosoziale Aspekte pflegender Frauen und pflegender Männer. Online im Internet: http://www.psychosoziale-gesundheit.net/pdf/Int.1-Wer_pflegt_wen.pdf [letzter Zugriff 20.02.2015]
  • Hammer, Eckart (2009): Männer – Alter – Pflege. In: Sozialmagazin 34 (7/8), 22 – 28
  • Interessensvertretung begleitender Angehöriger und Freunde in Deutschland e.V. – Wir pflegen, AG Beruf und Pflege vereinbaren, Positionspapier (Stand Juni 2014)
  • Langehennig, Manfred (2012): Genderkonstruierte Angehörigenpflege: Wenn Männer „männlich“ pflegen. In: Informationsdienst Altersfragen 39 (4), S. 5-11
  • Klott, Stefanie (2012): Wenn Söhne pflegen. In: Informationsdienst Altersfragen 39 (4), S. 12-18
  • Künemund, Harald (2005): Produktive Tätigkeiten. In: Kohli, Martin / Künemund, Harald (Hrsg.): Die zweite Lebenshälfte. Gesellschaftliche Lage und Partizipation im Spiegel des Alters-Survey (2. Erweiterte Auflage). Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften, S. 277-317.
  • Langehennig, Manfred / Betz, Detlef / Dosch, Erna (2012): Männer in der Angehörigenpflege, Beltz Juventa Verlag
  • Pfahl, Svenja / Reuyß, Stefan / Gärtner, Marc (2010): Männer bei der Arbeit. Vereinbarkeit von Beruf und Familie – ein Thema auch für Männer, Berlin, ver.di, Bereich Genderpolitik
  • Rosowski, Martin (2012): Männer und Pflege – Eine Frage der Geschlechtergerechtigkeit. In: Informationsdienst Altersfragen 39 (4), S. 19-22
  • Rosowski, Martin / Ruffing, Andreas (2012): Auf fremdem Terrain – Wenn Männer pflegen. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
  • Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Destatis) (2010): Auswirkungen auf Krankenhausbehandlungen und Pflegebedürftige im Bund und in den Ländern, Demografischer Wandel in Deutschland, Heft 2
  • Statistisches Bundesamt (2013): Pflegestatistik 2011. Pflege im Rahmen der Pflegeversicherung. Deutschlandergebnisse. https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Gesundheit/Pflege/PflegeDeutschlandergebnisse5224001119004.pdf?__blob=publicationFile [Letzter Zugriff 2015-02-17]
  • Volz, Rainer / Zulehner, Paul M. (2009): Männer in Bewegung. Zehn Jahre Männerentwicklung in Deutschland. Ein Forschungsprojekt der Gemeinschaft der Katholischen Männer Deutschlands und der Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nomos Verlag Forschung, Forschungsreihe Bd. 6