Männer und Arbeit – Argumente und Positionen

Maloche war gestern

Argumente und Positionen zum Thema „Männer und Arbeit“ gibt es viele. Für das Bundesforum Männer ist klar, dass Erwerbsarbeit nach wie vor ein zentraler Punkt im Selbstbild von Jungen, Männern und Vätern ist. Mehr noch, sie gilt als die soziale Aufgabe des Mannes. Es geht um die „richtige“ Tätigkeit und um ein „Normalarbeitsverhältnis“: unbefristet, Vollzeit, Hauptverantwortung für das Haushaltseinkommen. Diesen Anforderungen nicht gerecht zu werden trifft Männer oft im Kern ihres „männlichen Selbstbildes“. Auf unserer Seite finden sich ausführliche Übersichtsbeiträge zu den verschiedensten Facetten zum Thema „Männer und Arbeit“. In der Navigationsbox auf der linken Seite sind die Themenfelder aufgelistet. Wir wünschen viel Anregung und Spaß bei der Lektüre.

Teilzeit, Arbeitslosigkeit oder ein geringeres Einkommen als die Partnerin – das wird von vielen Männern als ein (hoffentlich) vorübergehender Ausnahmezustand angesehen. Doch die Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft führen diese Normalitätsvorstellung mittlerweile ad absurdum. Der Wandel von einer Industrie- zu einer Informationsgesellschaft mit den damit einhergehenden Umbrüchen in der Arbeitswelt und auf dem Arbeitsmarkt sowie veränderte geschlechtliche Rollen- und Wertevorstellungen stellen den Einzelnen heute vor große Herausforderungen: Jungen, Männer und Väter können im Gegensatz zu vorangegangenen Generationen nicht mehr an die Leitbilder ihrer Väter und Großväter anknüpfen. Alte Muster verlieren an Bedeutung oder lassen sich zumindest nicht mehr ohne weiteres realisieren. Dies gilt besonders für die Rolle des Mannes als „Familienernährer“. Noch ist ungewiss, was an die Stelle dieses alten Leitbilds treten wird. Klar jedoch ist: Neue Lebens- und Partnerschaftsmodelle zeichnen sich bereits ab. In ihnen definieren sich Männer nicht mehr allein über Erwerbsarbeit oder darüber, ob sie in der Lage sind, eine Familie zu ernähren. Um mit diesen Herausforderungen und Umbrüchen konstruktiv umgehen zu können, brauchen Jungen und Männer Ressourcen und Unterstützungsstrukturen.

Hier setzt das Projekt „Männer übernehmen Verantwortung – Vater, Partner, Arbeitnehmer“ des Bundesforum Männer an. Es leistet einen wichtigen Beitrag dazu, eine moderne und nachhaltige Gleichstellungspolitik zu entwickeln.

Weitergehende Informationen zum Thema „Männer und Arbeit“ finden sich unter den Schlagworten, die links in der Navigationsleiste aufgeführt sind. In den  Beiträgen wird das Thema Arbeit von unterschiedlichen Blickwinkeln aus in ihrer jeweiligen Relevanz für Männer beleuchtet. Wir hoffen, damit die wichtige Diskussion und politische Gestaltung um geschlechtergerechtere Arbeitsverhältnisse anzuregen.

Zusammengefasst finden sich die zentralen Punkte  in der Broschüre „Männer und Arbeit – Maloche war gestern“, die hier zum Download als .pdf bereitgestellt ist: BFM_Männer_und_Arbeit

 

Aktuelles

Lang andauernde Arbeitslosigkeit kann krank machen. Insbesondere Männern* macht dieser Zustand schwer zu schaffen. Wenn sie es vorher nicht gewohnt waren, gut für sich und ihre Gesundheit zu sorgen, dreht sich die Spirale erst recht weiter abwärts. Gleichzeitig sind langzeitarbeitslose Männer* für Gesundheitsangebote zuweilen schwer zu erreichen. Auf welcher Grundlage
Das Männer-Väter-Forum Köln lädt zusammen mit weiteren Kooperationspartner_innen zur Fachtagung „VATER 4.0 vom Traditionsmodell zum Traumtyp? Die Vaterrolle und die Praxis“ „WAS IST EIN ‚VATER 4.0‘? Nein, es geht nicht um die viel beschworene Digitalisierung, sondern um ein neues Rollenmodell, das wir so bezeichnen. Der Vater 1.0 – das war
Fachkräfte zu finden und zu binden ist momentan die größte Herausforderung für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Der demographische Wandel, aber auch die veränderten Ansprüche der jüngeren Elterngeneration führen dazu, dass in vielen Bereichen gute Fachkräfte fehlen oder zu großen Unternehmen abwandern. Im Rahmen des NRW-Projekts „Ihr Erfolg hat viele
Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung (WSI) lädt zur Fachtagung „Frauenverdienste – Männerverdienste – Neue Forschung und politische Perspektiven“ ein: „Thematisiert wird die Bedeutung der Kategorie Geschlecht für die Entlohnung am Arbeitsmarkt in ihrer Perspektivenvielfalt sowie aktuelle Forschungsergebnisse mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Politik diskutiert. Die Debatte