Fortbildung: Selbstwirksamkeitserwartungen im Kontext von Flucht und Männlichkeiten

Lade Veranstaltungen

Jungen und junge Männer, die Fluchterfahrungen gemacht haben, sind mindestens in der nahen Vergangenheit in ihrem Handeln erstaunlich wirksam gewesen. Von der Planung, Organisation und Finanzierung bis hin zur eigentlichen Flucht, wurden massive Ressourcen aufgetan und in Form vielfältiger Handlungen aktiviert. Zudem beginnt der Ausblick auf ein besseres Leben mit einer Vielzahl von Aufträgen im Gepäck, mit denen sie sich in ein Hilfesystem begeben, welches strenge Anforderungen an diese jungen Menschen stellt.

Das Bedürfnis danach ein selbstbestimmtes Leben zu führen, erhöht den (Selbst-)Druck. All das sind Aufgaben, Situationen und Hürden, die mehr als nur Routine abverlangen.
Das Dilemma zwischen Druck und eingeschränkter Handlungsfähigkeit kann zudem Übertragungseffekte auf Fachkräfte haben, die sich in der Arbeit mit geflüchteten Jungen befinden. Diese Übertragungseffekte können Symptome von sekundärer Traumatisierung und Burnout verursachen. Daher ist es zentral die Erwartungen an eigene Wirksamkeit der jungen Männer nachzuvollziehen, um sie sensibilisiert für die Anforderungen ihrer individuellen Lebenswelt zu begleiten.

In der Fortbildung der Fachstelle Jungenarbeit NRW geht es um folgende Themen:

  • das Konzept von Selbstwirksamkeitserwartungen (SWE)
  • Mechanismen und Faktoren, die Selbstwirksamkeit erfahrbar machen und erweitern
  • Ressourcenorientierung und Resilienzförderung, Migration, Männlichkeit
  • eigene Selbstwirksamkeit im professionellen ­Handeln
  • Selbstfürsorge und individuelle Stärken, die uns als Fachkräfte in Überlastungsmomenten widerstandsfähiger machen

Gemeinsam sollen Strategien erarbeitet und Methoden erlernt werden, mit denen das Konzept der SWE in die tägliche Praxis übernommen werden kann.

Weitere Informationen zur Veranstaltung, zum Programm und zur Anmeldung

Nach oben