Fachforum „Geflüchtete Jungen, Männer und Väter“

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Seit dem Herbst 2015 hat sich das Bundesforum Männer kritisch zur Debatte um Flucht, Vertreibung, Migration und Männlichkeit geäußert, z.B. mit der Pressemitteilung „Flucht, Vertreibung, Migration. Männerschicksale wahrnehmen. Beitrag zum Internationalen Männertag am 19.11.“. Darin wird betont, dass das Bundesforum Männer die aktuelle „Flüchtlingsfrage“ auch als eine „Männerfrage“ wahrnimmt und beantwortet.

Zeitgleich wurde ein Fachforum zur Positionsbestimmung geplant: „Geflüchtete Jungen, Männer und Väter“, das am 22.01.16 stattfand. Ziel des Fachforums war es, die Erfahrungen, Fragen und Herausforderungen aus der Mitgliedschaft und ergänzender Expertise so zu bündeln, dass sich daraus politische und fachliche Positionen mit Forderungen formulieren ließen. Zusätzlich sollte das Fachforum ein Startpunkt sein, um die vorhandenen Ressourcen im Themenfeld „(Junge) Männer – Flucht, Migration, Vertreibung” zu sammeln. In einem eher geschlossenem Setting bot diese Fachveranstaltung Gelegenheit für die Mitgliedschaft und Fachgruppen des Bundesforums Männer mit externen Fachleuten aus dem Themen- bzw. Arbeitsfeld in die Diskussion zu kommen.

Info: Seit Februar 2016 läuft zum Themenfeld ein weiteres Projekt des Bundesforum Männer: „Flucht, Migration, Integration – Geschlechterreflektierte Arbeit mit männlichen Flüchtlingen“.

Leitfragen

Folgende Fragestellungen bildeten die Diskussionsgrundlage für alle Workshops

  1. Warum bzw. inwiefern sind geflüchtete Jungen, Männer und Väter ein wichtiges Thema in der Mitgliedschaft und im Bundesforum Männer?
  2. Was sind zentrale Probleme bzw. Herausforderungen im Handlungsfeld geflüchtete Jungen, Männer und Väter?
  3. Was kann/sollte das Bundesforum Männer für geflüchtete Jungen, Männer und Väter tun?
  4. Welche geeigneten (geschlechtsreflektierten) Maßnahmen für geflüchtete Jungen, Männer und Väter gibt es bereits oder müssen entwickelt werden?
  5. Welche fachlichen und politischen Forderungen lassen sich aus dieser Bestandsaufnahme für geschlechtsreflektierte Flüchtlingshilfe und/oder das Bundesforum Männer ableiten, insbesondere an Öffentlichkeit und Politik?

Begriffliches

Bereits im Rahmen der Planung und Konzeptentwicklung des Fachforums erfolgte eine kritische Auseinandersetzung damit, wie über das Thema Fluchtmigration und die Menschen mit Fluchtmigrationserfahrung zu sprechen sei. Es wurde vorgeschlagen, auf den allgemein gebräuchlichen Begriff „Flüchtling“ zu verzichten, der als Wort negative Konnotationen haben kann. Dem Bundesforum Männer erscheinen Bezeichnungen wie „Geflüchtete“ oder „Menschen mit Fluchterfahrung“ als passender bzw. angemessener, weil sie auf den Prozess und die Erfahrung der Flucht fokussieren. (vgl. folgenden Beitrag zur Debatte um die Begriffsverwendung: „Flüchtlinge und Geflüchtete“.)


 

Dokumentation

Workshop-Phase

Workshop „Geflüchtete männliche Jugendliche“

Workshop„Geflüchtete Männer“

Workshop„Geflüchtete Väter“


Resümee und Ausblick von Volker Weiss, Bundesforum Männer


Einen Gesamtbericht von Jens Janson, Männerarbeit der EKD


 Die gesamte Dokumentation gibt es HIER als pdf.


 

 

Die Veranstaltung fand statt im Rahmen des Projekts „Männer übernehmen Verantwortung. Vater, Partner, Arbeitnehmer“.

BMFSFJ gefördert DTP_CMYK_de