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Workshop: Konkurrenz für das politische „Alpha-Männchen“ Wandel und Herausforderungen nach 100 Jahren Frauenwahlrecht

23. Februar 2018, 14:00 - 24. Februar 2018, 17:00

Das Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung lädt zu einem wissenschaftlichen Workshop ein:

„Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts in Deutschland laden wir Wissenschaftler_innen, Promovierende, Studierende und Politiker_innen zu einem Workshop am 23. – 24. Februar 2018 an der Universität Marburg ein.

In den vergangenen 100 Jahren hat Max Webers Ideal eines Berufspolitikers – männlich, ökonomisch unabhängig und frei von familiären Fürsorgepflichten – Kratzer bekommen. Seit zwölf Jahren haben wir eine Bundeskanzlerin. Sechs Ministerpräsidentinnen gab und gibt es bisher. An den Kabinettstischen in Bund und Ländern nehmen heute erheblich mehr Frauen Platz als eine ‚Alibi’-Ministerin für Gesundheit oder Familie. Frauen stellen über 30 Prozent der Bundestagsabgeordneten. Bis dahin war es ein weiter Weg. Bei der ersten Wahl nach Einführung des Frauenwahlrechts am 19. Januar 1919 zogen 37 Frauen in den Reichstag ein, 8,7 Prozent der 423 Abgeordneten. Doch erst durch die quotierten Listen der Grünen (1987) sowie von SPD und PDS (1990) stieg der Frauenanteil im Bundestag auf über zehn Prozent und dann allmählich auf das heutige Niveau. Wie fragil dieser Fortschritt ist, zeigt der gesunkene Frauenanteil, nachdem die FDP und die AfD, beides Quoten-Gegner_innen, in den Bundestag eingezogen sind. Gleichwohl gerät auch die Konzeption von Männlichkeit(en) in der Politik in Bewegung. Neben das Webersche Ideal und das sprichwörtliche politische Alpha-Männchen treten z.B. ‚neue Väter’ und schwule Spitzenpolitiker.“

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Website der Universität Marburg.

Details

Beginn:
23. Februar 2018, 14:00
Ende:
24. Februar 2018, 17:00

Veranstaltungsort

Philipps -Universität Marburg
Biegenstraße 1 2 , Marburg, 35037
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