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Kongress: Die Bonusfamilie nach der Familie

17. November, 10:00 - 18. November, 12:30

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Der Väteraufbruch für Kinder e.V. lädt zu seinem Familienkongress mit dem Titel „Familienkongress Halle – Die Bonusfamilie nach der Familie“ inn Halle ein:

„Wenn Eltern sich trennen, zerbricht für die Kinder ihre vertraute Familie; es endet erst einmal das gewohnte gemeinsame Familienleben, die gemeinsamen Mahlzeiten, die gemeinsamen Ausflüge, aber auch die Möglichkeit Papa und Mama jederzeit zu Hause erreichen zu können. Kinder müssen sich in getrennte Welten mit ungewisser Zukunft einfinden, müssen ihre Familienzeit in Mamazeit und Papazeit, in die Mamafamilie und die Papafamilie aufteilen. Familie hört jedoch nach elterlicher Trennung nicht auf, sondern entwickelt sich weiter (Transitionsprozess, vgl. W. Fthenakis).

Die meisten Mütter und Väter bleiben auf Dauer nicht alleine. Sie lernen neue Partner bzw. Partnerinnen kennen. Von den Kindern wird verlangt, dass diese sich auf die „Neuen“ einlassen, ihnen offen und zugewandt begegnen, sich den neuen „Lebensgefährten“ gegenüber loyal verhalten. Und hier beginnt für die Kinder das Problem: Loyal bin ich zuerst meinen eigenen Eltern, Vater und Mutter, gegenüber, dann erst zu den „Neuen“.

Entscheidend kann hier sein, wieweit die Kinder nach der Trennung aus einem Loyalitätskonflikt zwischen Mutter und Vater herausgehalten wurden. Dürfen sie eine gute Beziehung zu beiden Eltern leben, erleben sie zwar Verlust und trauern, können aber ihre Beziehung sowohl zu den Eltern wie auch zu den jeweils „Neuen“ entsprechend ihren Bedürfnissen und Wünschen gestalten. Kinder in gelingenden Patchworkfamilien haben „Bonuseltern“, behauptet Jesper Juul. Sie leben in modernen neuen „Großfamilien“ und können zu mehreren Erwachsenen gute Beziehungen pflegen. Das was früher auf dem Dorf Onkels und Tanten ihren Nichten und Neffen zu bieten hatten, das was sich Kinder von ihren Großeltern abholen konnten, bekommen sie jetzt zusätzlich von den neuen Partner/innen ihrer Eltern. Immer wieder verlieren Trennungskinder allerdings den Kontakt zu mütterlichen und/oder väterlichen Verwandten. Für die neuen Partner der Eltern ist es umso wichtiger, ihren Platz im Familiensystem mit Einfühlungsvermögen für die Kinder einzunehmen.

Immer mehr Kinder wachsen in – oft geplanten – außergewöhnlichen Familienkonstellationen auf: „Wunschkinder“ in Regenbogen- und Kleeblattfamilien, in der Reproduktionsmedizin entstanden, durch Leihmutterschaft zur Welt gekommen, wachsen und leben auch sie in ihrer Familie.

In gelingenden Patchworkfamilien entstehen aber auch neue familiäre Beziehungen, zu Halb- und Stiefgeschwistern. Sie sind für alle Beteiligten eine Herausforderung in der Beziehungsgestaltung mit hohem organisatorischem und logistischem Aufwand. Hier kommt es auf eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten an, um einerseits die erweiterten Ressourcen nutzen zu können und anderseits den Kindern ein entwicklungsförderndes, liebevolles Aufwachsen zu sichern.

Dies wollen wir mit Expert/innen, Berater/innen und Therapeut/innen und erfahrenen Eltern erörtern, um herauszufinden welche Unterstützung und Hilfen Kinder und deren Eltern brauchen, um ein empathisches, unterstützendes, förderndes Familienleben gestalten zu können.“

Das ausführliche Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Familienkongresses

Details

Beginn:
17. November, 10:00
Ende:
18. November, 12:30
Veranstaltungstags:
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Veranstaltungsort

Stadthaus Halle
Markt 2, Halle an der Saale, 06114
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