Keine Zusammenarbeit mit der Alternative für Deutschland (AfD) – geschlechtergerechte Männerpolitiken stärken, Gleichstellung von Männern und Frauen umsetzen!

Die Mitgliederversammlung des BUNDESFORUM MÄNNER – Interessenverband für Jungen, Männer & Väter e.V. hat am 14. Juni 2019 beschlossen:

Eine Zusammenarbeit mit der Alternative für Deutschland (AfD), steht nicht im Einklang mit der Plattform[1] des BUNDESFORUM MÄNNER.

Das bedeutet im Einzelnen:

  • Das BUNDESFORUM MÄNNER schließt eine Zusammenarbeit mit der AfD aus.
  • Mitglieder, die mit der AfD aktiv zusammenarbeiten, werden vom Vorstand, mit Hinweis auf die Plattform, zur Beendigung dieser Zusammenarbeit aufgefordert. Kommt ein Mitglied dieser Aufforderung nicht nach, wird ein Ausschlussverfahren gemäß §4, Abs.3[2] der Satzung durch den Vorstand geprüft und gegebenenfalls eingeleitet.
  • Das BUNDESFORUM MÄNNER beteiligt sich aktiv an Bündnissen und Protesten gegen Aktivitäten der AfD.

Keine Zusammenarbeit mit der AfD bedeutet im Einzelnen:

  • Keine Zusammenarbeit mit Abgeordneten der AfD, ihre Parteifunktionär_innen und Mandatsträger_innen.
  • Keine Einladungen der AfD und ihrer Mitglieder oder ihrer parteinahen Organisationen zu Veranstaltungen des BUNDESFORUM MÄNNER.
  • Keine aktive Beteiligung an Veranstaltungen der AfD oder ihrer parteinahen Organisationen.
  • Keine aktive Teilnahme an Expert_innenhearings, Ausschusssitzungen oder ähnlichen Expert_innenrunden, bei denen die Benennung/Einladung durch die AfD erfolgt.
  • Bei Amtsträger_innen der AFD, z.B. Bürgermeister_innen, Ausschussvorsitzende etc. gilt das Primat des Amtes.
  • Inhaltliche Anfragen der AfD werden ggf. kurz und sachlich beantwortet.

Begründung

Am 04. November 2010 beschloss die Gründungsversammlung des BUNDESFORUM MÄNNER einstimmig seine Plattform zum eigenen Selbstverständnis:

Darin bekennen sich die Mitglieder „zur Geschlechtergerechtigkeit als Grundprinzip ihrer gemeinsamen Arbeit. In diesem Sinne setzen sie sich dafür ein, dass alle Geschlechter gleichberechtigt im Fokus der politischen und gesellschaftlichen Gestaltung stehen. Damit wenden sie sich gegen jegliche geschlechtliche Diskriminierung.

Am Prinzip umfassender gesellschaftlicher Gleichstellung orientiert, wirken sie mit, die Geschlechter in ihren jeweiligen Entwicklungen, Identitäten und der Vielfalt ihrer Lebensentwürfe zu fördern. Die Arbeit des Bundesforums geschieht in konstruktivem Dialog zwischen den Geschlechtern. Das Forum weiß sich der Solidarität unter Männern und Jungen und mit Frauen und Mädchen verpflichtet.“ (…)

„Das Bundesforum tritt für den Respekt vor der Vielfalt sexueller Identitäten und dem Recht auf sexuelle Selbstbestimmung sowie auf Familiengründung unabhängig von den sexuellen oder geschlechtlichen Identitäten der Partner und Partnerinnen ein.“

Diese Prinzipien sind unvereinbar mit den geschlechterpolitischen Zielen der AfD.

 

[1] Beschlossen auf der Gründungsversammlung des BUNDESFORUM MÄNNER am 04.11.2010, https://bundesforum-maenner.de/wir-uber-uns/bfm-plattform/

[2]Satzung BUNDESFORUM MÄNNER, § 4 Beendigung der Mitgliedschaft, (3) Wenn ein Mitglied schuldhaft in grober Weise die Interessen des Vereins verletzt, kann es durch Beschluss der Mitgliederversammlung aus dem Verein ausgeschlossen werden. Vor der Beschlussfassung muss dem Mitglied Gelegenheit zur mündlichen oder schriftlichen Stellungnahme innerhalb einer Frist von vier Wochen gegeben werden.