Internationaler Männertag 2018: Männerberatung fördern und ausbauen

Zum Internationalen Männertag am 19. November

Pressemitteilung

Berlin, 15. November 2018. Zum Internationalen Männertag am 19. November kritisiert das Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer & Väter e. V., dass Beratung speziell für Männer kaum öffentlich unterstützt wird. Hier sind Bund, Länder und Kommunen gefordert, den Bedarf anzuerkennen und Beratungsangebote für Männer nachhaltig abzusichern.

Genderkompetente Beratung speziell für Männer nimmt die Unterschiedlichkeit von Männern wahr und reflektiert ihre Bedürfnisse im Spannungsfeld von gesellschaftlichen Ansprüchen und Lebenswirklichkeit. Die Bandbreite der bisher bestehenden Angebote ist vielfältig und reicht von Einzel- und Gruppenberatung über Bildungsangebote bis hin zu Hilfe für Opfer von (sexualisierter) Gewalt. Auch besteht bereits eine gute Vernetzung der Akteure im Feld.

Viele Angebote sind allerdings finanziell unzureichend ausgestattet. „Der Bedarf an männlichkeitssensibler Beratung wird bislang zu wenig anerkannt“, so Martin Rosowski, Vorsitzender des Bundesforum Männer. „Beratung für Männer muss in den öffentlichen Förderstrukturen stärker berücksichtigt werden, um die Angebote nachhaltig abzusichern und bedarfsorientiert weiter auszubauen“, erklärt Rosowski weiter.

Die bestehenden Männerberatungseinrichtungen haben häufig lange Wartelisten. Das ist gerade in akuten Krisensituationen sehr problematisch. Für das Bundesforum Männer steht fest: Es braucht einerseits mehr dezidierte Männerberatungsangebote und andererseits mehr Männlichkeitskompetenz in der bisherigen Beratungs- und Unterstützungslandschaft.

Das Bundesforum Männer hat sich zum Ziel gesetzt, Männerberatung weiter zu vernetzen und insgesamt bekannter zu machen. Vielen Männern muss erst einmal bewusst werden, dass sie professionelle Unterstützung in den unterschiedlichsten Situationen bekommen könnten. Aufgrund von Rollenverständnissen und Stereotypen suchen viele Jungen und Männer oft wenig offensiv nach Hilfs- und Beratungsangeboten bzw. stehen diesen häufig erst einmal skeptisch und abwartend gegenüber.