Rückblick – Stuttgarter Diversity Kongress: Frauen* und Männer* in ihrer Vielfalt. Gender ist mehr.

„Wir brauchen ein Politikverständnis, das seinen Horizont öffnet für die sich wandelnden Bedingungen der unterschiedlichsten Lebenswelten von Menschen – von Menschen unterschiedlichsten Geschlechtes, verschiedener Hautfarben, unterschiedlicher körperlicher Möglichkeiten, kultureller Prägungen und Altersphasen. Das bedeutet aber auch anzuerkennen, dass Männlichkeiten, auch die so genannte unmarkierte weiße Mittelschichtsmännlichkeit, von Lebenslagen und -bedingungen be-troffen sind!“ so Martin Rosowski, Vorsitzender des Bundesforum Männer, in seinem Impulsvortrag auf dem Stuttgarter Diversity Kongress (siehe Download).

Unter dem Motto „Frauen* und Männer* in ihrer Vielfalt. Gender ist mehr.“ hatte die Stadt Stuttgart am 5. und 6. Juni 2018 ins Rathaus eingeladen, sich bewusst mit der Chancengleichheit von Frauen* und Männern* und entsprechenden Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen.

Bei der Fachkonferenz für Verantwortliche aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Verbänden, NGOs und Interessierte sollten verschiedene Facetten von Genderpolitik beleuchtet werden. Ziel war es,  unterschiedliche Blickwinkel einzunehmen, verschiedene kommunale Arbeits- und Lösungsansätze zu vergleichen und voneinander zu lernen.

Die Tagung begann am 5. Juni mit thematisch einführenden Fachvorträgen, an die sich praxisbezogene, genderspezifische Workshops zu den Dimensionen „Alter“, „Behinderung“, „sexuelle Orientierung“, „Ethnie“ und „Lebenslagen/ Soziale Herkunft“ anschließen. Der Workshop „Risiko: Mann*-Sein“ in der Dimension „Lebenslagen“ wurde von Gunter Neubauer, geschäftsführender Gesellschafter im Sozialwissenschaftlichen Institut Tübingen (SOWIT) und Koordinator der Fachgruppe Jungen und junge Männer des Bundesforum Männer, geleitet.

Am 6. Juni standen angrenzende, deutschsprachige Länder wie Österreich, Luxemburg und die Schweiz im Fokus. Dabei wurde auf Grundlage länderspezifischer Inputs das Themenfeld „Gender und Armut“ unter verschiedenen Gesichtspunkten wie Alter, Migration, soziale Herkunft und Familienstatus diskutiert.

Die komplette Rede von Martin Rosowski steht als Download zur Verfügung.

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