„Mehr Mann statt Maloche“

20140831_TagderoffenenMinisterienAm letzten Augustwochenende öffneten die Bundesministerien ihre Türen für interessierte Bürgerinnen und Bürger. So auch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend. Auch das Bundesforum Männer war hier mit einem eigenen Stand vertreten. Eine sehr gute Gelegenheit, um das Projekt „Männer übernehmen Verantwortung – Vater, Partner, Arbeitnehmer“ vorzustellen. Mit vielen Männern und Frauen konnte über den Vereinbarkeitsbedarf von Männern gesprochen werden, darüber was sie sich von Unternehmen wünschen und wie es in Wirklichkeit aussieht. Auch Ministerin Manuela Schwesig und Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek diskutierten an unserem Stand über männerpolitische Themen. Dabei betonte Frau Schwesig, dass der Vereinbarkeitsbedarf von Männern und Vätern heute mehr anerkannt und unterstützt werden müsse. Ihre Antwort auf unsere Frage, was Familie heute für Männer heiße: „Zeit für die Familie“

Das Projekt wird vom BMFSFJ gefördert. Viele fragten, warum dem ‚Frauenministerium‘ dieses männerpolitische Vorhaben wichtig ist. Thomas Spitzer vom Referat 415 „Gleichstellungspolitik für Jungen und Männer“ im BMFSFJ erläuterte dies den Interessierten gern.

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Klaus Schwerma, Fachreferent im Bundesforum, betreute den Stand an beiden Tagen. Sein Resümee: „In den zwei Tagen führten wir unzählige Gespräche mit Männern und Frauen. Dabei ging es um ihre Situation und ihre Meinung zum Beispiel zu Unternehmenskulturen. Die Frage war: Wie sehr werden Männer aktiv in Unterstützungsmaßnahmen für Familien einbezogen. Dabei wurde deutlich, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für viele Männer und Väter ein wichtiges Thema ist. Aber in ihren Unternehmen wird das oftmals nicht anerkannt und unterstützt.“

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Auch viele Frauen und Mütter verdeutlichten aus ihrer Perspektive, dass es für die Stärkung einer partnerschaftlichen Aufgabenverteilung von Haus- und Pflegearbeit, dem Erwirtschaften des gemeinsamen Haushaltseinkommens und eigenständiger Rentenansprüche einen hohen Handlungs- und Unterstützungsbedarf von Seiten der Unternehmen und der Politik gebe.

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Wir verteilten an unserem Stand Taschen mit dem Aufdruck „Mehr Mann statt Maloche“ und informierten mit Infobroschüren über das Bundesforum Männer und unsere Handlungsfelder und in denen wir tätig sind. Mit einem Schokokeks bedankten wir uns bei allen Männern (und auch Frauen) dafür, dass sie Verantwortung übernehmen.

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An einer Stellwand konnten Besucher und Besucherinnen den Satz „Familie heißt für Männer heute…“ ergänzen, wie sie die Situation, Aufgaben, Wünsche und Befürchtungen von Männern in der Familie heute sehen. Dabei wurden Stichwörter formuliert wie: „Für die Kinder da“, „Kinder, Partnerschaft und Beruf unter einen Hut bekommen“, „kochen und Zeit für die Familie“, „mehr Partnerschaftlichkeit“ „ Pflicht und Glücklichkeit“, „ sich ohne Klischees ausleben zu können“, „Umdenken“.

Aber auch Befürchtungen und Überforderungen wurden formuliert wie: „Eltern zu pflegen und studierende Kinder zu haben = ein teures Leben“, „bitte auch Mann bleiben“, „Oh, Oh, Oh“,

Kinder wünschten sich z.B. das Väter mehr zu Hause sind, nicht so viel vor dem PC sitzen und mehr mit ihnen spielen, „sehr viel Taschengeld und sehr viel Liebe!“