Bundesforum Männer zu Besuch im Bundestagsausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Ein Bericht

Donnerstag, 26. Juni 2014, kurz vor 17:00 Uhr. Fünf Vertreter des Bundesforum Männer trafen den Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Deutschen Bundestag. Punkt 17 Uhr: Der Ausschussvorsitzende Paul Lehrieder (CDU/CSU)  eröffnete das Treffen und gab dem Bundesforum Männer Gelegenheit, sich und seine aktuellen politischen Vorhaben vorzustellen.

Zeit dafür war bis kurz vor 18:00 Uhr. Man wollte den Anpfiff des Fußball-WM-Spiels USA – Deutschland miterleben. Das kam allen anwesenden Fußballfans sehr entgegen, auch Martin Rosowski, dem Vorsitzenden des Bundesforums. Er hatte für formvollendetes Public Viewing sogar ein Deutschlandtrikot in der Aktentasche dabei.

 

Wer war dabei?

[tabs] [tab title =“Für den Ausschuss“]

  • Vorsitzender: Paul Lehrieder (CDU/CSU),
  • CDU/CSU: Markus Koob, Sylvia Pantel, Ingrid Pahlmann
  • SPD: Sönke Rix, Birgit Kömpel, Susann Rüthrich,
  • BÜNDNIS 90/GRÜNE: Doris Wagner,
  • Die Linke: Harald Petzold.
  • Cornelia Biethahn (Büroleiterin des BT Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

[/tab] [tab title =“Für das Bundesforum Männer“]

  • Martin Rosowski (Vorsitzender),
  • Franz-Josef Schwack (stellv. Vorsitzender)
  • Hans-Georg Nelles (stellv. Vorsitzender),
  • Dag Schölper (Geschäftsführer),
  • Klaus Schwerma (Fachreferent).

[/tab] [/tabs]

 

Das Bundesforum Männer stellt sich vor

Martin Rosowski  gabe den anwesenden Mitgliedern des Deutschen Bundestages einleitend einen Überblick über das Bundesforum MäTESTIMONIAL_Rosowskinner – Interessenverband für Jungen, Männer und Väter und seine Hauptaufgaben. Er unterstrich, dass sich das Bundesforum als ein Interessenverband für Männer, Väter und Jungen verstehe, der auf konstruktiven Dialog hin orientiert und im Sinne einer Gleichstellungspolitik für Männer und Frauen tätig sei.

Dag Schölper ergänzte den Überblick um eine Kurzvorstellung des aktuellen vom BMFSFJ geförderten Projekts „Männer übernehmen Verantwortung. Vater, Partner, Arbeitnehmer“ samt der zwei Schwerpunktthemen „Arbeit“ und „Väter“. Er verdeutlichte am Beispiel der Vereinbarkeitsfrage, dass hier verstärkt auch Männer und Väter mit ihren besonderen Erfordernissen und Situationen politisch mit zu bedenken seien. Diese Perspektive im politischen Raum zu verankern, sei ein Ziel des Projekts wie auch der Arbeit des Bundesforums insgesamt, in Deutschland wie auch darüber hinaus, etwa im Rahmen des 2. Internationalen Männerpolitischen Kongresses in Wien.

Anschließend nahmen die acht Ausschussmitglieder in der von Lehrieder geleiteten Fragerunde die Gelegenheit zur Fühlungnahme mit dem Bundesforum Männer wahr. Dabei wurden viele Aspekte von den MdBs angesprochen.

Die Themen im Überblick

  • Zuerst ging es um Fragen der Arbeitsmarktpolitik, unter anderem um den zeitpolitischen Aspekt von Arbeitszeit bzw. Zeitverteilung zwischen Erwerbs- und Familienarbeit, um das nach wie vor geschlechterstereotype Berufswahlverhalten und um das Lohngefälle.
  • Es folgten in einem eher engeren Sinne familienpolitische Fragen zu Trennung und Scheidung, zu den Erfahrungen mit der Regelung von Elterngeld und -zeit, aber auch zur Situation von Männern bzw. Vätern in Regenbogenfamilien.
  • Größeren Raum nahmen drittens auch bildungspolitische Fragen ein, obwohl hier der Bund nur sehr eingeschränkt zuständig ist. Es ging um die besondere Situation von Jungen in Schulen, um die Einschätzung zur Koedukation, um die Relevanz von Angeboten wie den Boys‘ Day bzw. Girls‘ Day oder auch um die Idee eines neu ausgerichteten Unterrichtsfachs Hauswirtschaft.
  • Als vierter Themenbereich kamen die älteren Männer aufs Tapet, Kernfragen zielten auf die Phase des Renteneintritts und die mögliche Funktion des Ehrenamts, es ging aber auch um die Frage von Männern in der Pflege (als Pflegende und Gepflegte).
  • Schließlich wurden auch noch die Themen Bundeswehr und das Verhältnis zum Feminismus kurz angeschnitten.

 

Zu den Themen im Einzelnen

[tabs] [tab title =“Arbeit“]

Unter Bezug auf die gemeinsame Erklärung von Bundesforum Männer und Deutscher Frauenrat anlässlich des Equal Pay Day 2014 „Mehr leben weniger arbeiten“ wurde nach dem zeitpolitischen Aspekt der Arbeitszeitreduzierung gefragt.

Rosowski erläuterte in seiner Antwort, dass das Bundesforum die Forderungen unterstütze: Gender Pay Gap schließen und gerechtere Bezahlung für Frauenarbeit. Besonders betonte er dabei, dass hierfür aber der Wunsch von Männern Antrieb sei:

  • Männer wollen flexible und partnerschaftliche Modelle bei der Verteilung von Erwerbsarbeitszeit und Familienarbeits- bzw. Reproduktionszeit.
  • Männer wollen weg vom Alleinernährer-Modell.
  • Für Männer werden vollzeitnahe Teilzeit und Teilzeit insgesamt zunehmend wichtig.
Weiterhin wurde festgestellt, dass in den Erziehungsberufen weit überwiegend Frauen tätig seien. Nun frage man sich, woran das liegen könnte. Ob dies nicht dem Umstand geschuldet sei, dass der Job schlechter bezahlt ist und Männer eher solche Jobs wählten, die besser bezahlt sind.

Schwack-BW_WebsiteFranz-Josef Schwack stimmte insoweit zu, dass er sagte: „vom Erziehergehalt könne man wirklich nicht leben.“ Er hob jedoch hervor, dass dies eher Ausdruck für eine mangelnde ökonomische und gesellschaftliche Anerkennung dieser wichtigen Kompetenzen und Fähigkeiten darstelle. Rosowski fügte hinzu, dass er Männer nicht als Hauptargument für eine bessere Bezahlung in pflege- und fürsorgeorientierten Berufe instrumentalisiert sehen möchte. Völlig unabhängig von der Bezahlung sei es ein Ziel, mehr Männer in diesen Berufen zu haben. Und gleichzeitig bleibe es unerlässlich, die sozialen Berufe besser zu bezahlen, einfach weil die Arbeit gesamtgesellschaftlich gesehen wichtig ist.

 

 

[/tab] [tab title =“Familie“]

Klärungsbedarf bestand darüber, ob die Arbeit des Bundesforum Männer schwerpunktmäßig eher bei den intakten Partnerschaften oder eher bei den Trennungssituationen liege. In diesem Zusammenhang wurde auch erwähnt, dass für diese Legislatur ein Gutachten geplant sei, über die mittel- und langfristigen Auswirkungen einer Trennung der Eltern auf die Kinder.

In seiner Antwort unterstrich Rosowski, dass die Entwicklung des Sorge- und Umgangsrechts das Bundesforum stark beschäftige. Es gehe durchaus um die Stärkung von Väterrechten. Das trage aus Männerperspektive zu einer modernen Gleichberechtigungspolitik bei. Schließlich gehe es darum, das Partnerschaftlichkeitsprinzip zu stärken.

Daraus folgt: Das Bundesforum Männer vertritt sowohl die Anliegen von Trennungs- und Scheidungsvätern als auch die von Vätern, die mit ihren Familien zusammen leben. Dazu gehören auch Väter in sogenannten Regenbogenfamilien, nach denen auch gefragt wurde. „Für das Bundesforum Männer ist klar“, so betonte Rosowski, „dass da, wo Männer beziehungsweise Väter Verantwortung übernehmen wollen, darf die geschlechtliche Disposition kein Hinderungsgrund sein, was auch das Adoptionsrecht mit umschließt.

Wie das Bundesforum das ElterngeldPlus einschätze, wurde gefragt.

Nelles_bw-KleinHans-Georg Nelles betonte, dass Partnerschaftlichkeit auf Augenhöhe ein elementarer Bestandteil unserer gemeinsamen Plattform sei. Das Elterngeld sei von Anfang an als ein erster Schritt in die richtige Richtung gewertet worden, weil damit alle in einer Partnerschaft und an der Erziehung Beteiligten einbezogen würden. Daher sei das ElterngeldPlus eine begrüßenswerte Weiterentwicklung.

Die Inanspruchnahme von Elternzeit und Elterngeld sei bei Männern stark angestiegen, aber eben oftmals orientiert an den vorgesehenen gesetzlichen Grenzen. D.h. dass die Männer meistens nur die zwei „Partnermonate“ in Anspruch nehmen. Hintergrund dafür sei immer auch die Finanzfrage in den Partnerschaften.

Eine mögliche Alternative böte das isländische Modell: 5 Monate für die Frau + 5 Monate für den Mann + 2 Monate frei wählbar. Damit werde Männern ermöglicht, mehr an der Erziehung teilhaben zu können.

Eine Meinung wurde geäußert, dass dies die Paare möglichst frei entscheiden können sollten. Und es wurde nachgfragt, ob denn die Männer in Elternzeit sich tatsächlich mehr um die Kinder kümmerten, so wie das die Mütter täten. Darüber wurde mit Blick auf die Aufteilung der Elternzeit gefragt, ob die Frau nach 2 oder 4 Monaten wieder arbeiten gingen oder ob beide zu Hause seien, also gemeinsam die Elternzeit in Anspruch nähmen.

Rosowski entgegnete, dass viele Paare sich eine gemeinschaftliche Aufgabeübernahme gerade in der Anfangsphase wünschten. Für die Männer sei wichtig, die Kinder nicht erst dann zu erleben, wenn sie aus den frühen Entwicklungsphasen raus sind. Und die Frauen sagten: ich möchte dich dabei haben. Mittlerweile sei man weit davon entfernt, dass Väter Elternzeit in Anspruch nehmen, um ihre Freizeitinteressen zu verfolgen. Für sie sei der Kontakt mit ihren Kindern wichtig. Oftmals seien es aber ökonomische Entscheidungen der Paare, wer den Großteil des Elterngeldes in Anspruch nehme.

Nelles ergänzte: Immerhin nähmen 30 % der Väter, die Elternzeit beanspruchen, mehr als die zwei Monate. Und bei 60 % der Männer, die mehr als die zwei Monate nehmen, sei das Motiv auch, ihre Partnerin darin zu unterstützen wieder in den Beruf hineinzukommen. Deshalb sei es ein richtiger Schritt, mit dem ElterngeldPlus zu ermöglichen, das flexibler zu gestalten und auf eine breitere Basis zu stellen.

Rosowski wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass Männer nicht nur im Bereich der Kindererziehung gesehen werden dürften, sondern auch in Pflegesituationen. Familienzeit umfasse auch Pflege und nicht nur Kindererziehung. Insgesamt komme es darauf an, den Vereinbarkeitsbedarf von Männern in ihren verschieden Lebenssituationen anzuerkennen.

Immerhin seien 30 % der häuslich pflegenden Personen Männer, auch wenn sie in der Mehrheit nach ihrer Erwerbsphase die eigenen Partner_innen pflegen. Schwack verweist ergänzend auf die Publikation „Auf fremden Terrain – Wenn Männer pflegen“, die GKMD und Männerarbeit der EKD gemeinsam erstellt haben.

[/tab] [tab title =“Bildung“]

Mit Fokus auf Jungen im Bildungssystem wurde sich danach erkundigt, ob im Unterricht nicht zu sehr die Mädchen angesprochen würden. Jungen in der Grundschule seien zu verstehen, die keine Lust hätten, immer nur schöne Blümchen zu malen. Eine andere Bitte um Einschätzung bezog sich auf die wahrgenommene Tendenz in einigen Bundesländern, wieder geschlechtergetrennt unterrichten und die Koedukation rückgängig machen zu wollen. Mit einer Nachfrage zur Notwendigkeit von Jungenarbeit und Jungenpolitik in der Kinder- und Jugendhilfe, wurde diese Persepktive noch erweitert.

In seiner Antwort beschrieb Rosowski seinen Eindruck, dass der bisherige Unterricht der Disposition von Mädchen eher entgegen zu kommen scheine als der von Jungen. Er betonte jedoch nachdrücklich, dass die Annahme einer solchen Disposition strittig sei und daher Vorsicht geboten sei.

Wichtiger sei letztlich, dass Gender- Sensibilität zum Standard in didaktischen Konzepten und in der Ausbildung der Lehrkräfte werde. Ziel sei, dass Lehrkräfte nicht abstrakt von jungen Menschen ausgehen. Sie müssten sensibel wahrnehmen, es mit Jungen und Mädchen zu tun zu haben. Ohne Geschlechterstereotypen Vorschub zu leisten, müsste die Individualität wahrgenommen und berücksichtigt werden.

Ja, so führte er mit Blick auf die Schule weiter aus, ein „Jungenproblem“ könne durchaus gesehen werden. Aber nicht so, wie es manche großen Zeitungen dramatisierten. Das zentrale Problem sei nicht, dass Jungen im Vergleich mit Mädchen durchschnittlich etwas schlechter abschnitten. Problematisch sei die große Zahl von Jungen, die im Bildungssystem gänzlich abgehängt wurden. Der Fokus sei auf Jungen mit bildungsfernen Hintergründen zu richten. Gerade Schulabbrecher und Berufsabbrecher seien zu großen Teilen Jungen.

Rosowski unterstrich, dass mehr Männer im Bildungssystem nicht automatisch zu qualitativen Veränderungen für die Jungen führten. Die Männer müssten auch gut ausgebildet sein. Gleichzeitig sind mehr Männer im Bereich der Erziehung wichtig. Sie gäben dann ein Vorbild ab, für Jungen und Mädchen: Männer als Erzieher sind etwas ganz „Normales“. Die Forderung nach mehr Männern in Erziehungsberufen dürfe nicht zu „Frauen-Bashing“ führen, sondern trage dazu bei, rigide Vorstellungen von Frauen- und Männerberufen aufzuweichen.

Die Frage nach der Koedukation aufgreifend, betonte Rosowski, dass gendersensibler Unterricht auch zeitweise Geschlechtertrennungen umfassen könne, dies ihm aber als Grundprinzip nicht notwendig erscheine. Es gelte auch in dieser Frage, mehr sensible Wahrnehmung dessen, wo Mädchen und Jungen Förderung und Unterstützung brauchten.

dagSchölper wies ergänzend auf die Impulse hin, die von Aktionstagen wie Boys‘ Day bzw. Girls‘ Day ausgehen. Im Rahmen dessen könne es durchaus gut sein, in homogenen Gruppen zusammen zu sein. In den gemischten Klassen könne es leicht passieren, dass Homogenisierungen der Jungengruppe (wie auch der Mädchengruppe) stattfinden, die dazu führten, dass die Unterschiede unter den Jungen (bzw. Mädchen) unscharf würden.

Er betonte eine Forderung an das Schulsystem, auch Lebensplanung zu integrieren. Jungen brauchten Räume, in denen sie sich mit Fragen der Berufsplanung in Übereinstimmung mit anderen Lebensbereichen wie Familie, Selbstsorge oder auch Kreativität auseinander setzen könnten. Separate Jungengruppen könnten hierbei durchaus wichtig sein.

Bildungspolitisch setze sich das Bundesforum für die selbstverständliche Einbeziehung der Vielfalt von Lebensweisen ein, und dafür, dass es als Normalität angesehen werde, dass es sowohl Homo-, Trans-, und Intersexuelle gibt, aber eben auch dafür, die Vielfältigkeit innerhalb der Gruppe der sogenannten „normalen Heterosexuellen“ wahrzunehmen und anzuerkennen.

Vor diesem Hintergrund wurde eine Idee des Deutschen LandFrauen-Verbands diskutiert, wieder einen regulären Hauswirtschaftsunterricht für Jungen und Mädchen einzuführen. Ferner wurde unterstrichen, dass nicht nur Hauswirtschaft in der Schule gebraucht würde, sondern auch Angebote für Ältere: Das umfasse Fragen der Ernährung und Kochen, aber auch z.B. Geldmanagement im Haushalt. Dinge, die früher vielleicht nebenbei gelernt wurden, müssten heute auch in den Schulen vermittelt werden.

Schwerma2014_BW_WebsiteSchwerma unterstrich noch einmal, dass geschlechtersensible Berufs- und Lebensplanung in die Schulstruktur und -organisation eingebettet werden müssten. Jungen sollten die Möglichkeit haben, sich mit Fragen von Lebensplanung und Work-Life Balance auseinanderzusetzen.

Ziel seien nicht nur mehr Männer in sozialen Berufen, sondern z.B. auch, dass auch Schlosser und Tischler ihren Vereinbarkeitsbedarf zwischen ihrer Arbeit und den Lebens-, Partnerschaft- und Familienaufgaben wahrnähmen. Gerade in diesen traditionellen „Männerberufen“ herrsche noch immer eine einseitige Erwartung an den Mann vor, dass er eher für die finanzielle Versorgung zuständig sei und die Frau für Pflege und Erziehung. Das gehe soweit, dass sich Vaterschaft in Unternehmen gewissermaßen karrierefördernd auswirke, da von Vorgesetzten die Notwendigkeit, jetzt für die Familie mehr Geld verdienen zu müssen, anerkannt sei. Zugleich werde als Männlichkeitsanforderung auch erwartet, dass der Mann voll erwerbstätig ist und dem Unternehmen mehr Zeit zur Verfügung stellt.

[/tab] [tab title =“Ältere Männer“]

Es wurde beschrieben, dass viele Männer nach der Verrentung nicht wüssten, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollten und in ein großes Loch fallen würden und bspw. die Selbstmordrate höher sei. Daher die Frage, wie hier ehrenamtliche Tätigkeit für diese Männer verstärkt werden könnte. Zudem sei zu klären, was Männer nach dem Berufsausstieg tun könnten, sodass sie etwa in einem Ehrenamt nicht nur das tun, was sie schon zuvor im Beruf getan haben.

Schwack verwies hierzu auf die Arbeit der Fachgruppe „Ältere Männer / Senioren“. Dort würde sich auch mit der Frage befasst, wie der sanfte Ausstieg organisiert werden könnte oder was passiere, wenn Pflegenotwendigkeiten auf einen zukämen. Rosowski fügte hinzu, dass Schwack und er im kirchlichen Kontext verwurzelt seien und gerade da seien diese Fragen unter einer Gender-Perspektive sehr wichtig: Was bieten wir den älteren Männern an Aktivitätsmöglichkeiten an?

Er hob hervor, dass die Männerarbeit der EKD sich engagiere, Männer in die Hospizarbeit zu bekommen. Da seien viele Männer zu erleben, die das sehr gerne täten und daraus ein hohes Maß an Lebensqualität zögen. Insgesamt bleibe aber noch viel zu tun, um das gemeinsam gesellschaftlich zu verstärken. Bezogen auf die Suizidrate bestätigte er, dass diese nirgendwo höher sei als bei Jungen unter 18 Jahren und bei Männern über 60.

[/tab] [/tabs]

 Das Gespräch war letztlich so anregend und interessant, dass es die Fußballfans doch nicht ganz rechtzeitig zum Anpfiff des Spiels schafften…

DS| 25.07.2014