Gegen Homophobie und Transphobie

Das Bundesforum Männer erklärt anlässlich des „Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie“ am 17.05.2014 mit Bezug auf die Auseinandersetzungen in Baden-Württemberg um eine Petition zum Bildungsplan:

IntTagHomoTransPhobie2014Der „Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie“ macht darauf aufmerksam, dass Männer Opfer von Feindseligkeit und Gewalt werden, weil sie nicht dem herrschenden Männerbild entsprechen.

Das Bundesforum Männer verurteilt jede Form der Diskriminierung, Ausgrenzung und Verfolgung von Jungen und Männern, sei es weil sie offen als Schwule auftreten oder weil sie für schwul gehalten werden bzw. weil sie Trans*Männer sind, also Männer, denen nach der Geburt das weibliche Geschlecht zugewiesen wurde. Das Bundesforum Männer tritt für eine Gesellschaft ein, in der Vielfalt von Männlichkeiten anerkannt wird und alle geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierungen respektiert werden!
Das Bundesforum Männer begrüßt ausdrücklich Vorhaben wie den „Aktionsplan Akzeptanz & gleiche Rechte“ der baden-württembergischen Landesregierung. Das Bundesforum Männer befürwortet, dass die sexuelle Vielfalt fä-cherübergreifend im Schulunterricht sichtbar werden soll. Wissen ist Voraussetzung für mehr Akzeptanz und damit ein wesentlicher Baustein, um die Situation von schwulen, lesbischen, bisexuellen, transsexuellen, transgendern, intersexuellen und queeren Menschen zu verbessern.

Das Bundesforum Männer nimmt wahr, dass diese Antidiskriminierungspolitik bei vielen Menschen Verunsicherung auslöst und auf Widerstand stößt, was unter anderem Ausdruck in einer vieldiskutierten Online-Petition und diversen Demonstrationen fand. Wir nehmen die Sorge vieler Eltern ernst, dass ihre Kinder zu früh mit dem Thema Sexualität konfrontiert würden. Ein Teil dieser Sorgen gründet jedoch auf Vorbehalten gegen Lebensformen, die  eine Reihe von Menschen in unserer Gesellschaft ablehnen. Gerade diese Vorbehalte machen deutlich, wie notwendig eine konsistente Bildungspolitik ist, die einen souveränen Umgang mit Fragen der Sexualität und sexueller Identität vermittelt.

Der Aktionsplan bietet eine wichtige Diskussionsgrundlage, um in der Kultusministerkonferenz Vereinbarungen über Form und Maß zu treffen, wie sich die tatsächlich gelebte Vielfalt in der Gesellschaft auch im Unterricht und den Unterrichtsmaterialien unvoreingenommen widerspiegeln könnte. Für das Bundesforum Männer hat Schule die Chance, dass sich junge Menschen qualifiziert mit den verschiedenen Formen von Sexualität befassen können und sie einen Umgang mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt  einüben können, der auf Gewaltfreiheit und gegenseitigem Respekt gründet.